Kryolipolyse: Mit Kälte gegen die Fettpölsterchen

CoolSculpting

Fett weg mit Sport und verzichtreichen Diäten? Von gestern! Heute lassen wir uns das Fett einfach mit der Kryolipolyse-Methode wegschmelzen.

Die meisten wissen sicherlich, dass wir beim Frieren etliche Kalorien verbrennen. Diese Tatsache macht sich nun eine neue Abnehm-Methode zunutze: die sogenannte Kryolipolyse. Das Wort "Kryos" (engl. cryo) stammt aus dem Griechischem und bedeutet "Kälte", "Lípos" heißt übersetzt "Fett" und "Lysis" "Auflösung".

Was steckt hinter der Idee?

Die Kryolipolyse geht auf die US-Dermatologen Dieter Manstein und R. Rox Anderson zurück, die im Jahr 2008 nachgewiesen haben, dass eine kontrollierte Kühlung von Fettzellen zur Reduzierung derselben führen kann. Denn: Fettzellen sind sehr kälteempfindlich und reagieren auf unter fünf Grad mit Apoptose, dem programmierten Zelltod. Das nutzen Chirurgen für ihre Kältebehandlung, oder auch Coolsculpting genannt, aus. Die Methode der Fettverbrennung wird vor allem angewandt, wenn kleine Fettpolster (z.B. an Po, Hüften und Oberschenkeln) verschwinden sollen.

Wie läuft die Kryolipolyse ab?

Bei der Kryolipolyse kommt kein Skalpell zum Einsatz wie beim Fettabsaugen, da es sich dabei um eine nicht-operative Methode handelt. Der Chirurg markiert den Bereich am Körper, der durch gezielten Einsatz von Kälte wegfrieren soll. Auf diesen Part der Haut wird zunächst ein Kälteschütz-Gel aufgetragen, damit sie nicht leidet und lediglich die Fettzellen darunter ausgekühlt werden. Nun wird der Kühlapplikator angelegt, der das Eigenfett durch Unterdruck ansaugt und auf vier Grad Celsius abkühlt. Der Vakuumeffekt kann zu einem unangenehmen Spannungsgefühl führen, schmerzhaft ist er aber nicht. Rund 60 Minuten dauert die Behandlungsmethode gegen Reiterhosen, Unterbauch, Doppelkinn und schwabblige Oberarme, nach 40 Minuten Kälteeinwirkung durch die Kühlplatten sind die Fettzellen bereits abgestorben. Sie werden in das gesunde Gewebe einmassiert, damit sie über die Lymph- und Nervensysteme abtransportiert werden können.

Wenn die Fettreduktion fachgerecht von einem Arzt durchgeführt wird, ist das Risiko, Erfrierungen, Hautverfärbungen und Gefühlsstörungen im betroffenen Bereich zu bekommen, recht gering. Der Betroffene wird sich nach der Behandlung jedoch fühlen, als hätte er einen starken Muskelkater. Die Ergebnisse der Kryolipolyse sind nach circa vier bis zwölf Wochen sichtbar – und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der eine verliert mehr Fett, der andere weniger Fett. Die Kosten für eine solche Kältebehandlung belaufen sich hierzulande auf 700 bis 1.400 Euro – je nach Körperregion. Zum Vergleich: Eine Fettabsaugung führt ein plastischer Chirurg ab 1.400 Euro durch.

Worauf sollte bei der Behandlung geachtet werden?

Eine Woche vor der Kältebehandlung beim Hautarzt solltet ihr keine Blut verdünnenden Medikamente wie Aspirin mehr einnehmen. Am Tag selbst solltet ihr keine Kohlenhydrate essen und stattdessen auf reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte setzen. Auch Kuchen, Süßigkeiten und Fettiges sind tabu. Dafür solltet ihr mindestens zwei Liter Wasser trinken, um den Stoffwechsel anzuregen und damit das Ausscheiden der Fettzellen aus dem Fettgewebe zu erleichtern.

Für wen ist die Kryolipolyse nicht geeignet?

Die Behandlung wird nicht bei Patienten mit internistischen Erkrankungen, die zum Beispiel Gerinnungshemmer einnehmen, durchgeführt. Nur gesunde Menschen sollten sich der Kältebehandlung gegen ihre Fettdepots unterziehen – nicht zuletzt auch deshalb, weil es bei der Behandlung zu kleinen Entzündungen im Körper kommt. Auch Schwangere, Patienten mit Hauterkrankungen und Gefäßveränderungen sollten das Coolsculpting besser unterlassen. Übrigens: Für stark übergewichtige Menschen, die mit chirurgischer Hilfe schlank werden möchten, ist die Methode ebenfalls nicht geeignet. Sie ist eher für die punktuelle Anwendung gedacht.

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jg

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