Studie: Spirale hilft gegen Gebärmutterhalskrebs

Ist endlich ein Mittel gegen Gebärmutterhalskrebs gefunden? Eine US-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Kupferspirale das Risiko tatsächlich stark reduzieren könnte.

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Nach Fehldiagnose: Frau wird zum "Stein"-Menschen

Immer mehr Frauen nehmen beim Thema Verhütung Abstand von der Anti-Baby-Pille. Teils, weil sie sehr empfindlich auf die Nebenwirkungen reagieren; teils, weil sie das Thrombose-Risiko abschreckt - oder sie die Anwendung schlicht nicht mögen.

Gerade mit Blick auf die Reaktionen des Körpers auf den Hormonhaushalt, die mit der Pille manchmal völlig durcheinandergebracht wird, werden darum "hormonfreie Intrauterinpessare" (IUPs) immer beliebte, wie die Kupferspirale oder das Kupferkettchen. Eine Studie deutet jetzt darauf hin, dass die Kupferspirale eventuell noch einen weiteren Effekt auf den Körper haben könnte.

Gebärmutterhalskrebs um ein Drittel reduziert?

Eine kalifornische Universität hat die Daten von über 12.000 Frauen ausgewertet und kommt zu einer erstaunlichen Schlussfolgerung: Bei den Studien-Teilnehmerinnen, die mit Kupferspirale verhüteten, war das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs über 30 Prozent niedriger als bei den anderen untersuchten Frauen.

"Diese Relation war verblüffend", so Studienleiterin Victoria Cortessis gegenüber dem britischen Guardian. "Die Möglichkeit, dass eine Frau mit der Wahl ihrer Verhütungsmethode auch Hilfe bei der Krebsvorsorge erhalten könnte, ist potenziell sehr, sehr durchschlagend!"

Grund zur Hoffnung - doch woher kommt der Effekt?

Eine erste Theorie zu der Studie ist, dass die Kupferspirale in der Gebärmutter eine Reaktion des Immunsystems hervorruft, die eventuell vorhandene Papillom-Viren (HPV) erfolgreich bekämpft. Diese Viren gelten als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs.

Oder es könnte auch schlicht eine Art mechanischer Effekt sein, bei dem das Herausziehen der Spirale auch gleich mit HPV befallene Zellen aus dem Körper entfernt.

Mediziner müssen nun erst einmal die neuen Informationen auswerten und in weiteren Versuchsreihen genauer erforschen. Bis dahin ist aus medizinischer Sicht weiterhin die Empfehlung, regelmäßige PAP-Abstriche zu machen und sich gegen HPV impfen zu lassen.

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