Länger jung bleiben: die besten Anti-Age-Tipps

Ab 40 macht die Hormonproduktion schlapp. Wer länger jung bleiben will, sollte spätestens dann aktiv werden. Wir haben die besten Anti-Age-Tipps für Sie zusammengestellt.

Von geistiger Reife mal abgesehen, stehen wir mit ungefähr 20 auf dem Zenit. Danach geht's zumindest physisch bergab. Schuld daran sind hauptsächlich die Hormone, Zucker und sogenannte freie Radikale. Letztere schädigen die Zellmembranen und die Erbsubstanz. Obendrein verstärken UV-Strahlen, Rauchen und Umweltgifte die Belastung durch die aggressiven Moleküle. Der Körper schützt sich dagegen mit so genannten antioxidativen Enzymsystemen. Doch die beginnen zu schwächeln, je älter man wird. Zeit für die Antioxidanzien (die sogenannten Radikalfänger Vitamin A, C, E und Betakarotin), dem Organismus zu helfen, wie heute allgemein empfohlen wird.

Auch Zucker macht vermutlich alt. Zuckermoleküle vernetzen das Eiweiß im Körper zu steifen Gebilden, Organe und Gewebe werden dadurch unelastisch. Die Haut bekommt Falten, Gelenke und Blutgefäße werden beeinträchtigt. Dagegen hilft nur eins: Zucker so weit wie möglich meiden. Die Hauptursache fürs Altern ist aber das Nachlassen der Hormonbildung. Hormone, wie zum Beispiel das Wachstumshormon, Testosteron, DHEA (Dehydroepiandrosteron) oder Melatonin werden nur bis zum zwanzigsten Lebensjahr in großen Mengen gebildet. Sie sind für körperliche Fitness, ein funktionierendes Immunsystem und Zellerneuerung unverzichtbar.

20, 30, 40 Jahre - was hilft wann?

Ab 20: Wer später keine Osteoporose kriegen will, muss ab jetzt vorbeugen - mit zwei großen Gläsern fettarmer Milch am Tag oder reichlich Milchprodukten. Abtanzen in der Disco bis zum Morgengrauen sollte die Ausnahme sein, weil dadurch die Bildung von Wachstumshormonen und Melatonin gestört wird. Wer raucht, sollte schleunigst damit aufhören: das ist der Altmacher schlechthin. Auf guten UV-Schutz achten und nicht in der Sonne braten. Das lässt nicht nur die Haut schneller altern, sondern verstärkt den Radikalstress für den ganzen Körper.

Zusätzlich ab 30: Ein gemäßigtes Ausdauertraining gehört jetzt zum Anti-Aging-Programm (Walking, Rad fahren, Schwimmen). Aber bloß nicht übertreiben: Wer exzessiv Sport macht, kurbelt seinen Stoffwechsel extrem an und produziert dadurch noch mehr Sauerstoffradikale. Und: Tun Sie was gegen den täglichen Stress, der zwischen 30 und 40 oft besonders heftig ist. Zum Beispiel mit Yoga, Autogenem Training oder Entspannungsbädern mit ätherischen Ölen (zum Beispiel Lavendel).

Zusätzlich ab 40: Wenn Sie auf Ihr Gewicht achten und zwar ausgewogen aber wenig essen, machen Mineralstoffe (Kalzium, Magnesium, Selen) und ein Multivitaminpräparat Sinn. Zusätzlich zum Ausdauertraining ist jetzt ein leichtes Krafttraining gut, um Muskeln und Knochen zu stärken. Entweder im Fitness-Studio oder zu Hause – mit Hanteln oder Gummiband. Zucker sollten Sie möglichst oft weglassen. Das ist günstig für die Bildung von Wachstumshormonen.

Anti-Age-Behandlungen: Diese Ärzte sind seriös!

Viele Ärzte haben Anti-Aging als lukratives Nebengeschäft entdeckt. In der entsprechenden Szene gibt es jede Menge Scharlatane, aber auch seriöse Hormonexperten. Wer eine Anti-Aging-Behandlung ins Auge fasst, sollte sich daher nicht von einer Verjüngungseuphorie leiten lassen, sondern das Angebot von Ärzten und Instituten genau prüfen.

Ärzte, die es ernst meinen mit einer ganzheitlichen Betreuung, verkaufen keinen Vitamincocktail nebst einer kurzfristigen Hormonkur. Sie bieten auch kein Anti-Aging-Wochenende als Jungbrunnen an. Wer sich wirklich jünger fühlen will, muss bereit sein, langfristig seinen Lebensstil zu ändern.

Hier haben wir eine Liste mit seriösen Ärzten zum kostenlosen Download bereitgestellt!

Der Age-Test

Bewährte Tests, um das biologische Alter zu messen, sind der "H-Scan" aus Amerika und der Vitalitäts-Check aus Deutschland. Der deutsche Test ist umfangreicher und bewertet nicht nur körperliche Fitness, Gedächtnis und Konzentration, sondern bezieht auch Psyche und soziales Leben ein. Entwickelt wurde er von der Internistin, Gerontologin und Sportmedizinerin Dr. Dagmar Meißner-Pöthig. Ihr Ziel: ein ausgefeilter Computer-Check, der die tatsächliche persönliche Belastung und (ab 35) den sogenannten "Altersfunktions-Index" misst, die innere Uhr. Um anschließend konkrete, alltagstaugliche Lifestyle-Tipps geben zu können.

Untersucht werden dafür der Anteil von Muskeln und Körperfett, Lungenvolumen und Kardiofitness, Hörvermögen und Sehschärfe, Blutdruck, Konzentration, Geschicklichkeit. Es gibt ausführliche Fragebögen, um Hobbies, soziales Engagement, Stressbelastung zu erfassen... Einige Ärzte bestimmen darüber hinaus den Kollagen- und Sauerstoffgehalt des Gewebes und die Knochendichte. Empfohlen wird auch ein Bluttest, um den Hormon- und Vitaminstatus abzuchecken. Gesetzliche Kassen übernehmen die Test-Kosten nicht, private zum Teil. Man muss, je nach Umfang und Institut, mit 150 bis 500 Euro rechnen (ohne Blutbild).

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