Magenschmerzen

No hurry, no worry, no curry, das ist die amerikanische Faustregel für den empfindlichen Magen. Denn er möchte eigentlich nur eines: nicht zuviel Scharfes und Fettes und ein bisschen Ruhe. Sonst kann er sehr ungemütlich werden.

Ernährung

Magenschonkost mit Haferschleim muss nicht mehr sein. Essen und trinken Sie regelmäßig, in kleinen Portionen, was Ihnen aus Erfahrung gut bekommt - mit etwas Zurückhaltung bei scharfen Gewürzen, fetten Speisen, Kaffee und Alkohol.

Junge Frau will aufstehen, doch ihre Beine reagieren nicht mehr

Tees

Für alle Tees gilt: Nicht süßen! Denn Zucker (auch Honig) stimuliert die Magensäureproduktion - genau das falsche, wenn der Magen weh tut.

Eibisch wirkt reizlindernd, zum Beispiel bei Husten, aber auch bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut. Um die volle Wirkung zu erzielen, sollte man den Tee jedesmal frisch zubereiten: Einen Esslöffel zerkleinerte Wurzel auf eine große Tasse Wasser geben. Eine bis zwei Stunden stehen lassen, dabei mehrmals umrühren. Dann abgießen und vor dem Trinken kurz aufkochen. Dreimal täglich eine Tasse trinken.

Kamille: Der Heilpflanzen-Klassiker lindert nicht nur die unangenehmen Begleiterscheinungen von Erkältungen, er hilft auch bei Magenbeschwerden. Einen Esslöffel Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und abdecken. Fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, dann durch ein Sieb abgießen. Drei- bis viermal täglich eine Tasse trinken.

Süßholzwurzel beruhigt den Magen. Einen halben Teelöffel fein geschnittene Süßholzwurzel mit einer Tasse kaltem Wasser ansetzen und kurz aufkochen. Nach 15 Minuten durch ein Sieb abgießen. Drei- bis viermal täglich eine Tasse ungesüßt trinken, insgesamt nicht länger als zwei Wochen.

Hausmittel

Lakritze: Sie besteht im wesentlichen aus dem eingedickten Saft der Süßholzwurzel. Ihre Inhaltsstoffe wirken krampflösend, schützen die Magenschleimhaut und können sogar die Heilung von Geschwüren beschleunigen. Aber Vorsicht: nicht jeden Tag tütenweise Lakritz kauen. Denn die starke Heilpflanze hat bei Überdosierung auch Risiken und Nebenwirkungen: erhöhter Blutdruck und Wassereinlagerungen. Wer zu Bluthochdruck oder Ödemen neigt, sollte Lakritz deshalb lieber in der Tüte lassen. Dasselbe gilt für Schwangere und Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen.

Pflanzliche Mittel

Saft, Tabletten und Tropfen mit Süßholzwurzel gibt es rezeptfrei in Apotheken. Lesen Sie hier, was bei einem Reizmagen gut tut.

Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.