4 Tipps, wie ihr besser auf eure Brüste achtgebt

Es gibt neue Richtlinien in Sachen Brustkrebs-Vorsorge – insbesondere zur Screening-Methode Mammografie. Wer besser auf seine Brüste achtgeben will, sollte folgende vier Regeln beherzigen.

1. Seltene Mammografien zur Brustkrebs-Vorsorge

Die amerikanische Krebsgesellschaft hat neue Richtlinien zur Brustkrebs-Vorsorge veröffentlicht. Darin wird empfohlen, dass Frauen mit einem durchschnittlichen Brustkrebs-Risiko ihre erste Mammografie im Alter von 45 Jahren durchführen– und diese bis 54 jährlich erneuern sollten. Ab 55 findet das Screening dann nur noch alle zwei Jahre statt. Das bedeutet, dass ihr euch ab sofort seltener und statt mit 40 erst mit 45 Jahren das erste Mal screenen lasst. Doch wie kam es zum Umdenken der Krebsgesellschaft?

Dr. Shelley Hwang, Chefin der Brustchirurgie am "Duke Cancer Institut", betont diesbezüglich im Gespräch mit dem US-Magazin ELLE: "Mammografien sind eine Möglichkeit, die Gesundheit der Brüste zu verbessern. Doch kein Screening-Test ist perfekt, und ihr solltet nicht alleine auf Mammografien zur Erfassung von Krebs vertrauen." Die Untersuchung könne ineffektiv und inakkurat sein – und die Frauen in aggressive Behandlungsmethoden führen. Hwang führt weiter aus: "Je mehr Mammografien ihr in eurem Leben bekommt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine dabei ist, die in zusätzlichen Untersuchungen – mehr Biopsien, mehr Mammografien, selbst MRT’s – münden. Und das allles, um herauszufinden, dass es ein falscher Alarm oder ein Verdacht auf Krebs ist."

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2. Richtlinien für Frauen mit durchschnittlichen Brustkrebs-Risiko

Wer jetzt denkt, dass diese neue Richtlinie nicht besonders sinnvoll ist, (immerhin helfen Mammografien dabei, den Brustkrebs frühzeitig zu erkennen) dem sei gesagt, dass diese nur für Frauen mit einem durchschnittlichen Brustkrebs-Risiko gedacht ist. "Falls du Familienmitglieder hast, die an Brustkrebs erkrankt sind, oder andere Gründe für ein erhöhtes Risiko hast, ist es sinnvoll, mit einem Arzt über häufigere Screenings zu sprechen", so Shelley Hwang. Sie nennt die 'Angelina Jolie'-Mutation, bei der eine individuelle Absprache mit dem Arzt in jedem Fall ratsam ist.

3. Bewusstsein für die eigenen Brüste entwickeln

Wer auf seine Brüste achtgeben möchte, sollte lernen, auf diese zu hören – und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln. Denn: "Du bist die Beste, wenn es darum geht, Veränderungen in Form und Gefühl deiner Brüste zu bemerken." Sollten diese Veränderungen, die typische Brustkrebs-Symptome sind, länger als zwei Monate andauern, muss ein Arzt aufgesucht werden. Und einen weiteren Tipp sollten Frauen beherzigen: "Beansprucht die Hilfe eines Freundes!" Grund dafür: Ihr bekommt einen Eindruck davon, was normal ist und was nicht.

4. Reduziert Faktoren, die das Brustkrebs-Risiko erhöhen!

Es gibt einige Faktoren, die das Brustkrebs-Risiko begünstigen, betont die Ärztin: "Gemeint sind Faktoren wie exzessiver Alkoholgenuss, Hormonersatztherapien, verarbeitete Lebensmittel und Übergewicht." Wer sich daran hält, wird nicht nur sein Brustkrebs-Risiko minimieren, sondern auch seine gesamte Gesundheit verbessern. "Vertraut euren Instinkt, vertraut euren Brüsten", fasst Hwang zusammen.

jg
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