WHO warnt: Zahl der Infektionen mit Masern steigt rasant wieder an

Die Zahl der gefährlichen Maserninfektionen steigt wieder an – dabei sollten sie bis 2020 ausgerottet sein. Die Weltgesundheitsorganisation warnt: "Wir werden Opfer unseres eigenen Erfolgs".

Eine Infektion mit Masern ist schmerzhaft, sehr ansteckend und gefährlich. Sie schwächt das Immunsystem und kann so unter anderem zu Folgeerkrankungen wie Mittelohr- und Lungenentzündungen, Bronchitis oder auch einer Gehirnentzündung führen, die bleibende Schäden verursachen oder sogar tödlich enden kann. 

So rasant breiten die Masern sich wieder aus

Darum wird weltweit mit Impfkampagnen gegen eine Verbreitung der Masern gekämpft. Bis 2020 sollten Masern komplett ausgerottet sein, so das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Doch daraus wird wohl nichts.

Wie die WHO jetzt verkündet, ist die Zahl der Maserninfektionen wieder rasant angestiegen, berichten die "Tagesschau" und der "Spiegel".

Als Ursache für die wieder steigenden Infektionszahlen macht die WHO auch das sinkende Risikobewusstsein von Eltern aus. Martin Friede von der WHO-Fachabteilung Impfungen sagt: "Wir werden Opfer unseres eigenen Erfolgs." Weil viele Eltern kaum noch Fälle von Maserninfektionen sähen, sinke das Bewusstsein für die Gefährlichkeit dieser Krankheit, die Eltern würden "leichtsinnig".

WHO-Impfexpertin Ann Lindstrand warnt:

Masern sind eine höchst ansteckende, bisweilen tödliche Krankheit mit vielen Komplikationen.

Masern werden per Tröpfcheninfektion weitergegeben. Erste Anzeichen sind Fieber, Husten, Schnupfen, starke Halsschmerzen, ein starkes Krankheitsgefühl sowie Kopf- und Bauchschmerzen oder auch eine Bindehautentzündung mit tränenden Augen. Einige Tage später entwickelt sich der typische Hautausschlag. Bei dem geringsten Verdacht auf Masern sollte sofort der Kinderarzt kontaktiert werden. 

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mh

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