8 Fragen, die du deiner Mutter zu ihrer Gesundheit stellen solltest

Die DNA deiner Mutter hat einen starken Einfluss auf deine eigene Gesundheit. Aus diesem Grund solltest du dich nicht scheuen, ihr folgende acht Fragen zu stellen.

1. Hast du während der Schwangerschaft geraucht?

Kein leichter Einstieg in die Unterhaltung, doch keine unwesentliche Frage. Immerhin sind die negativen Folgen weithin bekannt. Leidest du eventuell an Asthma, Allergien oder ADHS? Der Schlüssel für diese gesundheitlichen Probleme kann darauf hindeuten, dass deine Mutter in der Schwangerschaft geraucht hat. Außerdem besteht die Gefahr einer höheren Infektanfälligkeit, eines erhöhten Krebsrisikos und einer geringeren Lungenkapazität.

2. Hattest du schon mal Herzprobleme?

Es gibt eine Reihe an Herzerkrankungen, die an die Kinder vererbt werden können: koronare Erkrankungen, Störungen der Erregungsleitung oder Herzmuskelerkrankungen. Sollte deine Mutter schon einmal Probleme mit dem Herz gehabt haben, dann finde heraus, wann das war - und was diese verursacht hat. Hat vielleicht auch eine andere Person aus dem familiären Umfeld die gleichen Probleme? Eine Frage, die auf jeden Fall gestellt werden sollte.

3. Gibt es eine Vorgeschichte zu Typ-2-Diabetes?

Auch eine Frage zum Thema Gesundheit, die du deiner Mutter unbedingt stellen solltest - wenn du es nicht ohnehin schon weißt. Denn: Die Veranlagung zu Typ-2-Diabetes ist erblich. Sollten nahe Verwandte wie deine Eltern oder Geschwister darunter leiden, beträgt deine Wahrscheinlichkeit, daran ebenfalls zu erkranken, bis zu 60 Prozent. Gefördert wird dieser Typ übrigens durch Bewegungsmangel und Übergewicht.

4. Hast oder hattest du psychische Probleme?

Eine Frage, bei der besonders viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. Dass psychische Erkrankungen vererbbar sind, ist umstritten, da das Wechselspiel von Erbe und Umwelt sehr komplex ist. Dennoch haben beispielsweise Angststörungen, Depressionen und Schizophrenie neben etlichen anderen Faktoren auch genetische Ursachen, wie Studien bewiesen haben. Eine spezifische Erblichkeit wurde 2013 zudem für postpartale Depression entdeckt. Hat deine Mutter daran gelitten? Dann sag das in jedem Fall deinem Frauenarzt, wenn du schwanger werden möchtest.

5. Wann hat deine Menopause eingesetzt?

Was hat das Alter, in dem die Menopause deiner Mutter einsetzte, mit dir zu tun? Ganz einfach: Es sagt dir, wann auch du höchstwahrscheinlich in die Wechseljahre kommst. Es ist eines der wichtigsten Faktoren für die Bestimmung deines eigenen Fruchtbarkeitsfensters, in welchem du Kinder bekommen kannst. Natürlich spielen auch andere Faktoren wie Rauchen eine Rolle für das Einsetzen der Menopause. Im Übrigen sollen sich auch die Zyklen von Mutter und Tochter recht ähnlich sein.

6. Gibt es Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs in der Familie?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 46.000 Frauen daran, rund fünf bis zehn Prozent aller bösartigen Tumore entstehen auf der Grundlage einer vererbten Veranlagung. Sollten mehrere Frauen in der Familie an Brust- oder Eierstockkrebs in jungen Jahren erkrankt sein, so ist dies ein deutliches Zeichen für eine erbliche Form des Brustkrebses sein. Für deine eigene Gesundheit ist es unbedingt erforderlich, dass du dieses Risiko mit deiner Mutter besprichst.

7. Hast du Probleme mit den Augen?

Ja, auch manche Augenerkrankungen sind leider erblich. Ab 40 Jahren steigt das Risiko für ein Glaukom, auch "Grüner Star" genannt, stetig an. Noch höher ist das Risiko, wenn bereits Eltern oder Geschwister betroffen sind - erbliche Faktoren spielen hier also eine erhebliche Rolle. Wer zur Risikogruppe gehört, sollte sich regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen unterziehen.

8. Hast du Symptome für Osteoporose?

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, tritt meist im fortgeschrittenen Alter auf. Es gibt jedoch auch eine Sonderform, die sogenannte juvenile Osteoporose, die durch einen Gendefekt ausgelöst wird. Sie kann auch ohne erkennbare Ursachen in jungem Alter auftreten. Sollten in deiner Familie verstärkt Fälle von Osteoporose vorkommen, solltet ihr auf eine ausgewogene Ernährung mit genügend Kalzium und Vitamin D achten. Im Zweifel besser einen Arzt aufsuchen, der die Knochendichte misst.

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