Studie beweist: Frauen sind die besseren Ärzte

Du wirst am liebsten von einem Arzt behandelt? Dann solltest du ab sofort umdenken. Denn: Wie eine Studie zeigt, sind Frauen die besseren Ärzte!

Frauen und Männer praktizieren unterschiedlich

Es ist bekannt, dass Frauen und Männer Medizin auf unterschiedliche Art und Weise praktizieren. So wird Frauen nachgesagt, dass sie ihre Patienten besser beraten und sich strikter an klinische Vorgaben halten als Männer. Bislang war jedoch nicht klar, welche Auswirkungen dieses Verhalten auf die Gesundheit der Patienten hat. Mit dieser Frage hat sich nun ein Forscherteam der Harvard School of Public Health im Rahmen einer Studie auseinandergesetzt, die sie im Jama Internarnal Medicine publiziert haben.

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Höhere Sterberate bei Ärzten

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Daten von 1,5 Millionen US-Patienten (ab 65 Jahre) über einen Zeitraum von vier Jahren ausgewertet. Das Ergebnis: Die Patienten, die von Frauen behandelt wurden, hatten in einem Zeitraum von 30 Tagen eine niedrigere Sterbewahrscheinlichkeit und mussten weniger oft im Krankenhaus aufgenommen werden. Insgesamt lag die Sterbewahrscheinlichkeit bei 0,43 Prozentpunkten weniger als bei den Patienten, die von Ärzten behandelt wurden. Das klingt vielleicht wenig, ist in Zahlen gesprochen aber sehr viel: insgesamt 32.000 weniger Todesfälle im Jahr!

Wie ist das möglich?

Das Forscherteam konnte nicht eindeutig belegen, durch welche Faktoren dieser Effekt hervorgerufen wurde. Möglicherweise spielt das Verhalten der Ärztin, des Patienten oder die Zusammenwirkung von Ärztin und Patient eine große Rolle. "Es könnte etwas sein, das der Patient macht. Es könnte die Reaktion des Patienten auf den Arzt sein. Schwer zu sagen, es sind vermutlich viele Faktoren", so Videet Arora, Medizinprofessor der Universität von Chicago.

So oder so: Aus der Studie lässt sich eindeutig ableiten, dass Frauen mindestens genauso gute Arbeit wie ihre männlichen Kollegen leisten. Schade nur, dass sie immer noch weniger verdienen – hierzulande im Schnitt 25 Prozent weniger Gehalt. Vielleicht bietet die Studie ja ein wenig mehr Anreiz für die Arbeitgeber, einen Ausgleich zu schaffen. Denn mal ehrlich: Geschlechterbezogene Gehälter sind so 1990.

jg
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