Menstruation: Alle wichtigen Infos zur Regel

Wie verläuft die Menstruation normalerweise? Was passiert dabei im Körper und warum verursacht sie in den meisten Fällen Beschwerden? Im Video verraten wir euch außerdem, was gegen Regelschmerzen hilft.

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Was ist die Menstruation?

Mit dem Begriff Menstruation (auch "Periode") beschreibt man die Tage, in denen bedingt durch den hormonellen Zyklus Blut aus der Scheide fließt. Die Flüssigkeit, die dabei ausgeschieden wird, besteht aus Teilen der Gebärmutterschleimhaut und aus etwas Blut der Gebärmutter selbst. Generell ist die Periode ein Zeichen der beginnenden Geschlechtsreife. Bei jeder der monatlichen Blutungen, die in der Regel zwischen vier und sieben Tagen dauern, verliert eine Frau zwischen 60 und 80 Milliliter Blut. Der Zyklus wiederholt sich mehr oder weniger regelmäßig alle 28 bis 35 Tage. Die erste Menstruationsblutung ("Menarche") setzt in der Pubertät ein – bei den meisten Mädchen kommt es in einem Alter zwischen 11 und 14 dazu.

Der Zyklus: Wie funktioniert die Periode eigentlich?

Am Menstruationszyklus sind die weiblichen Geschlechtsorgane beteiligt. Dazu zählen je zwei Eierstöcke und Eileiter, die Gebärmutter und die Scheide. In den Eierstöcken werden befruchtungsfähige Eizellen gebildet. Durch das follikelstimulierende Hormon FSH und das luteinisierende Hormon LH wird der Eierstock stimuliert und eine Eizelle reift zum Ei heran. Einige Frauen "spüren" den Eisprung, beispielsweise durch leichtes Ziehen im Unterleib.

Welche Hormone beeinflussen die Menstruation noch?

In der Zyklusmitte löst sich die reife Eizelle vom Eierstock und wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Ovulation oder Eisprung. Kurz nach diesem Eisprung wird außerdem das Hormon Progesteron ausgeschüttet. Die Gebärmutterschleimhaut wird von den drei genannten Hormonen aufgebaut, um das Ei aufzunehmen. Bei einer Befruchtung setzt es sich in der Gebärmutterschleimhaut fest. Findet keine Befruchtung statt, wird weniger Progesteron ausgeschüttet: Die Gebärmutterschleimhaut wird wieder abgebaut und die Periode setzt ein.

Unregelmäßige Menstruation – wie entsteht sie?

Die Regelblutung kommt nicht immer ganz regelmäßig. Abgesehen von den von Frau zu Frau leicht unterschiedlichen Zyklen gibt es verschiedene Faktoren, die den zeitlichen Ablauf der Menstruation stören oder sie gar ganz verhindern. Dazu zählen:

  • Untergewicht: Dadurch kann die Hormonausschüttung verhindert werden und damit auch die Menstruation.
  • Übergewicht: Erste Studien belegen, dass Übergewicht nicht nur für einen unregelmäßige Zyklus sorgen kann, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mindert.
  • Stress: Übermäßiger Stress bringt den Hormonhaushalt ebenfalls durcheinander und kann die Menstruation sogar verhindern.

Deine Periode bleibt aus? Wir verraten dir mögliche Ursachen! Außerdem erfährst du hier, was eine Schmierblutung statt Periode bedeutet und was ein unregelmäßiger Zyklus ist.

Welche Symptome treten bei der Periode auf?

Viele Frauen haben vor und zu Beginn der Tage der Menstruation mit Beschwerden zu kämpfen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Man fasst diese Beschwerden meist unter der Bezeichnung Prämenstruelles Syndrom (PMS) zusammen. Häufig leiden Frauen vor allem zwischen dem ersten Tag und Tag drei der Menstruation unter folgenden Problemen:

  • (Krampfartige) Unterleibsschmerzen
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Rückenschmerzen
  • Durchfall und Erbrechen
  • Schweißausbrüche

Warum kommt es überhaupt zu Schmerzen während der Menstruation?

Während der Menstruation werden hormonähnliche Stoffe, sogenannte Prostglandine, freigesetzt. Diese greifen in verschiedene körperliche Prozesse ein und sorgen unter anderem für teilweise schmerzhafte Kontraktionen der Gebärmutter, um die Regelblutung aus dieser hinaus zu befördern. Aber auch Infektionen oder Myome können ursächlich für Schmerzen sein. Tipp: Mehr über eine starke Regelblutung erfährst du hier.

Was hilft gegen Beschwerden während der Menstruation?

Verschiedene Methoden können dabei helfen, sich während der Periode wohler zu fühlen. Diese Tipps helfen gegen Regelschmerzen:

  • Wärme: Durch Wärmflaschen auf dem Bauch lassen Unterleibskrämpfe meist nach.
  • Ruhe: Entspannung ist immer hilfreich. Versuche, dem Stress aus dem Weg zu gehen und genieße zum Beispiel eine sanfte Massage zum Abschalten.
  • Bewegung: Klingt meist erst einmal seltsam, aber leichte Bewegung wie beispielsweise bei einem Spaziergang an der frischen Luft kann ebenfalls helfen.
  • Koffeinverzicht: Koffein kann die Beschwerden verstärken, daher sollten Kaffee, schwarzer Tee und Cola weggelassen werden. 
Wibbitz

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