Migräne-Hausmittel: Was uns wirklich hilft

Migräne-Hausmittel alleine können die Attacke leider nicht beenden – aber dennoch eine positive Wirkung gegen die Beschwerden haben. Diese Hausmittel helfen!

Können mir Migräne-Hausmittel wirklich helfen?

Während Hausmittel gegen Kopfschmerzen die Beschwerden oft gut lindern können, führt ihr alleiniger Einsatz bei Migräne eher selten zum Erfolg. Ohne Medikamente geht es meist nicht – aber dennoch berichten viele Betroffene, dass bestimmte Migräne-Hausmittel zumindest etwas helfen, die Migräneattacken zu überstehen. Vorab sollte jeder Patient jedoch mit dem Arzt abstimmen, ob die sanften Helfer für ihn geeignet sind – gerade bei einigen Pflanzen könnte schlimmstenfalls eine Wechselwirkung mit den Medikamenten auftreten, die die Beschwerden der Migräne eher noch verschlimmert.

Allgemein sollten Menschen mit Migräne unbedingt darauf achten, genug zu trinken – mindestens zwei Liter am Tag sollten es sein. Denn wenn der Körper ausreichend mit Wasser versorgt ist, verbessert sich die Durchblutung im Gehirn – was Migräne vorbeugen kann. Umgekehrt ist das übrigens auch ein Grund dafür, warum viele Leute sofort Kopfschmerzen bekommen, wenn sie eine Weile nichts getrunken haben.

Migräne-Hausmittel: Volle Pflanzenpower

Gerade in Form von Tee haben sich einige Pflanzen als Migräne-Hausmittel bewährt. Diese Mittel kannst du in Absprache mit deinem Arzt testen:

  • Kamille: Kamille wirkt nicht nur entzündungshemmend, sie beruhigt auch den Magen (der bei einer Migräneattacke oft in Aufruhr ist, wodurch Übelkeit entstehen kann) und wird von vielen Migräne-Patenten als wohltuend bezeichnet. Zur Anwendung zwei Teelöffel getrocknete Kamillenblüten mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.
  • Ingwer: Ingwer ist ja ein echter Alleskönner – und soll laut Betroffenen auch ein Migräne-Hausmittel sein, wenn man ihn mit Chrysanthemen (aus der Apotheke) kombiniert. Dafür ein Stück Ingwer kleinschneiden, etwas Chrysantheme dazugeben und beides mit kochendem Wasser übergießen. Nach 15 Minuten kann der Tee abgeseiht und getrunken werden.
  • Gewürznelke: Die Gewürznelke bewährt sich nicht nur als Zahnschmerzen-Hausmittel – ihr schmerzstillender Effekt kann auch bei Migräne gute Dienste leisten. Dafür wird etwas Grüntee mit Gewürznelken, Zimt und Zitronensaft versetzt. Vier bis fünf Tassen täglich dürfen es sein.
  • Pfefferminz: Noch so ein Allrounder! Pfefferminze enthält kühlendes Menthol, das Schmerzen bei Migräne sanft verringern kann. Dazu entweder etwas frische Pfefferminze mit Wasser übergießen, ziehen lassen und den Tee langsam trinken. Oder: Pfefferminzöl großzügig auf Schläfen und Stirn verteilen.
  • Ginkgo: Ginkgo wirkt durchblutungsfördernd und kann daher Migräne zähmen. Am besten macht man dazu einen Tee aus den Blättern des Baumes – die stehen auch hierzulande in vielen Parks. Sonst gehen aber auch getrocknete Blätter aus der Apotheke. Einfach wie die anderen Tees mit kochendem Wasser zubereiten und zehn Minuten ziehen lassen.
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Weitere Migräne-Hausmittel

Fernab von der Pflanzenwelt gibt es noch weitere mögliche Hausmittel, die Migräne lindern können:

  • Koffein: Eine Tasse Kaffee mit Zitrone gilt fast schon als Klassiker der Tipps gegen Migräne, denn das Koffein erweitert die Gefäße und die Zitrone hemmt Schmerzen. Brühe dafür einen normalen Kaffee und versetze ihn mit dem Saft einer halben Zitrone.
  • Fußbad: Auch Wärme hat einen gefäßweiternden Effekt und entspannt zusätzlich. Am besten ist ein warmes Fußbad bei Migräne, wobei die Wärme nach und nach gesteigert wird. Zum Start ist das Wasser etwa 32 Grad warm, dann wird die Temperatur durch das Nachkippen von Wasser weiter bis auf 42 Grad gesteigert. Prüfen kannst du das mit einem Thermometer. 

Extra-Tipps zur Therapie: Die richtige Ernährung kann Migräne lindern

Mit einer ausgewogenen Ernährung macht man nie etwas falsch, Migräne-Patienten können aber erst recht davon profitieren. Besonders sollten Betroffene auf ihre Vitaminzufuhr achten: Vitamin B2 kann die Migräneattacken reduzieren, Vitamin C hilft bei der Vorbeugung. Fisch ist einer der besten B2-Lieferanten, Vitamin C steckt vor allem in Zitrusfrüchten.

Zusätzlich gilt es, um den Auslöser Stress große Bögen zu machen, wenn man Migräne vermeiden, beziehungsweise die Attacken vermindern, möchte. Hier helfen vielen Menschen zum Beispiel progressive Muskelentspannung oder Meditation.

Lesetipp: Alles über Migräne-Symptome erfährst du hier.

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