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Mineralstoffe Die wichtigsten im Überblick

Mineralstoffe: Die wichtigsten im Überblick
© marilyn barbone / Shutterstock
Mineralstoffe sind lebensnotwendige Nährstoffe, die der Körper aber nicht selbst herstellen kann. Welche gibt es und wozu brauchen wir sie?

Was sind Mineralstoffe?

Bei Mineralstoffen handelt es sich um anorganische Nährstoffe, die für den Körper lebensnotwendig sind. Allerdings kann er sie nicht selber herstellen – deshalb müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden. Man unterteilt Mineralstoffe in sogenannte Mengenelemente und Spurenelemente.

Mengenelemente sind für die Funktionen von Herz, Gehirn, Knochen und Muskeln unverzichtbar und werden in größeren Mengen gebraucht. Spurenelemente benötigt der Körper in kleineren Mengen und zwar in erster Linie für bestimmte Stoffwechselfunktionen.

Überblick der wichtigsten Mineralstoffe

Folgende Mineralstoffe braucht der Körper:

Mengenelemente

  • Natrium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Chlorid
  • Schwefel
  • Phosphat

Die Konzentration dieser Mengenelemente liegt im Körper bei mehr als 50 mg/kg Körpergewicht. Von der Regel gibt es allerdings eine Ausnahme: Die Konzentration von Eisen im Körper liegt bei 60 mg/kg Körpergewicht, dennoch zählt es zu den Spurenelementen.

Spurenelemente

  • Kupfer
  • Jod
  • Chrom
  • Mangan
  • Fluor
  • Zink
  • Eisen
  • Selen
  • Molybdän

Die Konzentration der Spurenelemente liegt bei weniger als 50 mg/kg Körpergewicht. Übrigens: In Deutschland leiden viele Menschen unter einem Jodmangel, da unsere Viehweiden und Ackerböden kaum noch etwas von dem Spurenelement enthalten. Ein Jodmangel kann unter anderem zu einer Schilddrüsenvergrößerung führen. Wer häufig Jodsalz verwendet und mehrmals in der Woche Seefisch auf seinen Speiseplan setzt, kann dem aber vorbeugen.

Wozu brauchen wir Mineralstoffe?

Anders als Vitamine sind Mineralstoffe chemisch betrachtet vergleichsweise einfach aufgebaut. Während Vitamine unter anderem dafür verantwortlich sind, den Körper mit Energie zu versorgen, übernehmen Mineralstoffe andere Aufgaben. Dazu zählen:

  • Erhaltung der Gewebespannung
  • Reizübertragung
  • Aufbau von Zähnen, Knochen, Blutzellen und Hormonen
  • Aktivierung von Enzymen

Dabei ist wichtig zu wissen, dass viele der Mineralstoffe mehrere Funktionen im Körper übernehmen. Kalzium beispielsweise ist nicht nur dafür verantwortlich, Zähne und Knochen aufzubauen, sondern beeinflusst gleichzeitig die Muskelfunktionen und die Blutgerinnung.

Ernährung: Wie nehme ich genügend Mineralstoffe auf?

Um optimal mit Nährstoffen versorgt zu sein, sollte man auf eine ausgewogene und gesunde Mischkost setzen. Mithilfe der richtigen Ernährung können wir Mangelerscheinungen durch fehlende Mineralstoffe (oder auch durch zu wenige Vitamine) vorbeugen. Der Tagesbedarf ist in der sogenannten Recommended Dietary Allowance, kurz RDA, festgelegt. Die angegebenen Mengen gelten allerdings nur für gesunde Menschen – Menschen mit einer Krankheit haben möglicherweise andere angemessene Mengen.

Wichtig zu wissen: Wer zu viele oder auch zu wenige Mineralstoffe aufnimmt, riskiert eine ernährungsbedingte Erkrankung. Verschiedene Diäten beispielsweise können dazu führen, dass man zu wenig Vitamine und Mineralstoffe aufnimmt. Aber auch spezielle Ernährungskonzepte sind dafür bekannt, dass sie zu einem Mangel führen können: Vegetarier neigen beispielsweise häufig zu einem Eisenmangel, da dieser Nährstoff vermehrt über Fleisch aufgenommen wird.

Wird jeder Mineralstoff gleich verwertet?

Tatsächlich hängt es von verschiedenen Faktoren ab, wie gut der Körper Mineralstoffe verwerten kann. Es spielt beispielsweise eine Rolle, wie die jeweiligen Speisen zusammengesetzt sind oder in welcher Form sie im Lebensmittel vorhanden sind. Auch hier ist Eisen ein gutes Beispiel: Das sogenannte dreiwertige Eisen aus tierischen Produkten wie Fleisch oder Fisch kann der Körper wesentlich besser aufnehmen als das sogenannte zweiwertige Eisen aus pflanzlichen Produkten. Aber: Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme des Körpers. Wer seine Lebensmittel klug kombiniert, kann seinen Körper bei der optimalen Aufnahme also unterstützen.

Lesetipps: Alles über den Eisenmangel und Spurenelemente erfährst du hier. Außerdem erklären wir, wie du eine Schilddrüsenunterfunktion und eine Schilddrüsenüberfunktion erkennen kannst.

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Quellen

H. Kasper: Ernährungsmedizin und Diätetik, Elsevier, 2009


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