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Vor dem Schwimmen Essen - wie gefährlich ist das wirklich?

Vor dem Schwimmen Essen - wie gefährlich ist das wirklich?
© Shutterstock/ sakkmesterke
Diese Warnung kennen wir alle: Geh mit vollem Bauch nicht ins Wasser! Aber warum eigentlich nicht - und ist das wirklich gefährlich?

Selbst die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt in seinen offiziellen Schwimmregeln davor, mit vollem Bauch Schwimmen zu gehen. Dann muss das doch gefährlich sein, oder? Und schließlich hat Mama uns damals im Freibad auch immer eine Ruhepause nach der Portion Pommes erteilt.

Nach dem Essen nicht ins Wasser - das ist an dem Mythos wirklich dran

Bei Spiegel Online hat man sich das Phänomen angeschaut und festgstellt: Es ist überhaupt nicht bewiesen, dass Schwimmen mit vollem Bauch schadet! Zwar dachten wir immer, dass unser Körper mit dem Verdauen beschäftigt sei, damit nicht genügend Power hat und beim Schwimmen Krämpfe drohen - aber Pustekuchen: Die Kräfte des Körpers reichen locker aus!

Auch Bauchweh oder Übelkeit vom Baden mit vollem Magen sind eher selten - und wenn, dann liegt es daran, dass das Wasser von außen auf den Bauch drückt und der sich bei vollem Magen noch voller anfühlt, als er ohnehin ist.

Und warum warnt die DLRG noch immer davor? Das erklärt ein Sprecher Spiegel Online wie folgt: "Medizinisch und wissenschaftlich gibt es dafür keine Begründung. Wir wissen aber, dass gerade Kinder beim Spielen häufig Wasser schlucken." Dies könne in Kombination mit einem vollen Magen dazu führen, dass ihnen übel werde und sie sich übergeben. "Dann kann es vielleicht etwas gefährlich werden", sagt Wiese. "Das ist aber der einzige Grund, warum wir das in unseren Regeln gelassen haben."

Übrigens: Je schneller unser Essen verdaut ist und im Darm landet, umso unbeschwerter fühlen wir uns im Wasser. Kleine Naschereien wie Eis oder Früchte "gehen schnell durch" und belasten uns dabei nicht so wie eine fette Wurst mit Pommes. Wenigstens das stimmt …

fm

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