Nasenbluten stoppen: Diese Maßnahmen helfen

Wie lässt sich Nasenbluten stoppen? Wir haben die besten Erste-Hilfe-Maßnahmen zusammengestellt, damit es dir schnell wieder besser geht.

Nasenbluten stoppen – durch erste Hilfe

Wenn du Nasenbluten stoppen willst, probiere es zunächst mit diesen Tipps:

  • Setz dich aufrecht hin, um den Blutfluss im Kopf zu verringern.  Beuge den Kopf nach vorne und unten, sodass das Kinn fast auf der Brust liegt. Eine Schüssel auf dem Schoß kann das Blut abfangen.
  • Lege ein kühlendes Tuch in den Nacken – dadurch ziehen sich die Blutgefäße in der Nase zusammen.
  • Bei starkem Blutstrom: Drücke die Nasenflügel für einige Minuten fest zusammen. Lässt die Blutung nicht nach, kann der Griff wiederholt werden.

Dabei ist es egal, ob das Blut nur aus einem Nasenloch strömt oder aus beiden. Hört das Nasenbluten nicht auf, sollte der Arzt aufgesucht werden. Das gilt auch, wenn es häufiger aus unbekannten Gründen zu Blutungen kommt.

Nasenbluten stoppen: Das solltest du NICHT tun!

Auch beim Nasenbluten gibt es No-Gos, mit denen du die Beschwerden eher verstärken kannst. Dazu zählen: 

  • Kopf in den Nacken legen: Anders als oft angenommen sollte der Kopf auf keinen Fall in den Nacken gelegt werden. So läuft das Blut zum einen über den Rachen durch die Speiseröhre in den Magen, was zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Zum anderen kann das Blut sogar in die Atemwege gelangen – das kann sehr gefährlich sein, besonders, wenn der Betroffene bewusstlos ist.
  • Taschentuch in die Nase stopfen: In Filmen oder Serien stopfen sich die Helden bei Nasenbluten oft Taschentücher oder Watte in die Nase. Das sollte man nicht tun – dadurch reißen die Wunden nur wieder auf.
  • Schnäuzen: Wenn das Nasenbluten aufgehört hat, sollte man es vermeiden, direkt wieder zu schnäuzen. Dadurch können die Beschwerden wieder von vorn losgehen.
Beim Niesen Nase zugehalten - eine Woche Krankenhaus!

Wie entsteht Nasenbluten eigentlich?

Grundsätzlich entsteht Nasenbluten, wenn die feinen und sensiblen Gefäße der Nasenschleimhaut beschädigt werden. Da die Schleimhaut stark durchblutet ist, können schon winzige Verletzungen für Nasenbluten sorgen. Meist ist das Phänomen daher harmlos – es kann beispielsweise durch eine gereizte Nasenschleimhaut auftreten oder durch einen Sturz auf die Nase. Wenn es wiederholt ohne erkennbare Ursache zum Nasenbluten kommt, kann das aber auch ein Symptom einer ernsteren Erkrankung sein. Folgende Ursachen können für Nasenbluten sorgen:

  • Kräftiges Niesen oder Naseputzen
  • Gereizte oder entzündete Nasenschleimhaut
  • Fehlbildung der Nasenschleimhaut
  • Schlag oder Sturz auf die Nase
  • Fremdkörper steckt in der Nase
  • Nasenbohren
  • Loch in der Nasenscheidewand (entsteht z. B. bei Operationen oder durch eine Gefäßerkrankung)

Ist das Nasenbluten nur ein Symptom, können folgende Krankheiten die Ursache sein:

  • Grippe
  • Masern
  • Erkältung
  • Gefäß- oder Kreislauferkrankungen
  • Hoher Blutdruck
  • Diverse Autoimmunkrankheiten, z. B. Hämophilie (Bluterkrankheit)
  • Leukämie

Auch verschiedene Medikamente können für Nasenbluten als Nebenwirkung sorgen. Bei Kindern kann außerdem ein Wachstumsschub zu häufigem Nasenbluten führen, weil die Nasenschleimhautgefäße dadurch leichter reißen.

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