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Nasenherpes Was hilft gegen Herpes an der Nase?

Nasenherpes: Nahaufnahme eines Frauengesichts
© Serg Zastavkin / Shutterstock
Nasenherpes ist nicht nur ein optisches Problem: Die Bläschen an der Nase können Schmerzen verursachen. Erfahre hier, wie Nasenherpes entsteht und was hilft.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Nasenherpes?

Genau wie Lippenherpes wird Nasenherpes von Herpes-Simplex-Viren ausgelöst, und zwar genauer durch Viren vom Typ 1 und 2. Wegen der vielen Nerven in der Nase sind die Bläschen bei Nasenherpes sehr schmerzhaft. Außerdem halten sie sich deutlicher länger als Lippenherpes: Während sich dieser meist schon nach wenigen Tagen zurückbildet, kann Herpes in der Nase bis zu drei Wochen Beschwerden verursachen. Bei der Behandlung der Infektion können sowohl die:der Ärzt:in als auch Hausmittel helfen.

Ursachen: Wie entsteht Herpes an der Nase?

Weltweit tragen etwa 90 Prozent aller Menschen den Herpes Simplex Virus in ihrem Körper. Schon im Kindesalter infizieren sich die meisten Menschen mit den Viren, ohne es zu merken, weil dabei keine Symptome auftreten. Die Infektion kann über direkten Kontakt oder durch die Luft erfolgen. Die Viren nisten sich dann über die Haut oder die Schleimhäute an den Nervenleitbahnen ein und verbleiben dort lebenslang. 

Theoretisch kann Lippen- oder Nasenherpes daher jederzeit ausbrechen. Zu den generellen Risikofaktoren zählen:

  • Stress
  • psychische Belastungen
  • Hormonelle Schwankungen (z. B. durch die Tage oder eine Schwangerschaft)
  • Geschwächtes Immunsystem, z. B. nach einer Erkältung
  • Erhöhte UV-Strahlung

Symptome: Wie erkennt man einen Nasenherpes?

Oft macht sich der Ausbruch der Herpesviren erst durch ein Kribbeln bemerkbar, dann bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die Juckreiz auslösen und schmerzen können. Bei Herpes auf den Lippen platzen diese nach kurzer Zeit auf, verkrusten und heilen ab. Bei Nasenherpes dauert dieser Prozess viel länger: Die Bläschen platzen hier vor allem durch häufiges Niesen und Naseputzen. Dadurch reißen die kleinen Verletzungen immer wieder auf. In der Bläschenflüssigkeit befinden sich außerdem weitere Viren. Platzen die Blasen, kann sich der Virus weiter in der Nase ausbreiten und den Heilungsprozess lange verzögern. In vielen Fällen dauert es drei oder sogar noch mehr Wochen, bis der Nasenherpes abgeklungen ist.

Was hilft gegen die Erkrankung Nasenherpes?

Bei Herpes in der Nase sollte der Arzt die Behandlung immer begleiten. Das ist besonders wichtig, wenn sich der Herpes bis in die Nähe der Augen ausbreitet oder Betroffene zusätzlich unter Neurodermitis leiden. Denn dadurch kann sich der Herpes schlimmstenfalls über das ganze Gesicht ausbreiten. Mit einer antiviralen Salbe, die beispielsweise einen Wirkstoff wie Aciclovir oder Valaciclovir enthält, lässt sich Nasenherpes gut behandeln. 

Hausmittel gegen Nasenherpes

Zusätzlich können folgende Hausmittel bei leichtem Herpes an der Nase helfen und die Ausbreitung der Herpes-Viren verhindern:

  • Teebaumöl: Schon beim ersten Kribbeln von Herpes kann Teebaumöl den kompletten Ausbruch verhindern. Mit einem Wattestäbchen kann es nicht nur von außen, sondern auch in der Nase verwendet werden.
  • Knoblauch: Knoblauch wirkt antientzündlich. Einfach eine Zehe halbieren und so weit es geht ausdrücken. Den austretenden Saft auf dem Nasenherpes verstreichen.
  • Kokosöl: In Kokosöl ist Laurinsäure enthalten, die eine antivirale Wirkung hat. Das Öl wird einfach auf der betroffenen Hautpartie verstrichen.
  • Manuka-Honig: Auch der Manuka-Honig wirkt antientzündlich und kann gut bei Nasenherpes angewendet werden.
  • Schwarz- und Salbeitee: Beide Teesorten wirken desinfizierend. Dafür wird der Teebeutel aufgekocht und sanft gegen den Herpes an der Nase gedrückt, sobald er wieder abgekühlt ist.

Lesetipp: Alles über Herpes im MundHerpes am Auge und Ausschlag im Gesicht erfährst du hier! Und hier verraten wir die besten Hausmittel gegen Herpes.

Quellen

S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Zoster und der Postzosterneuralgie

Neubeck, M.: Evidenzbasierte Selbstmedikation 2019/2020, Deutscher Apotheker Verlag.

Brigitte

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