Niedriger Blutdruck: Werte, Symptome und Behandlung

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) betrifft viele Menschen und kann unterschiedliche Ursachen haben. Wir erklären, welche Werte für eine Hypotonie sprechen, welche Symptome es gibt und was hilft.

Was ist niedriger Blutdruck?

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) bezeichnet Blutdruckwerte unter 100/110 zu 60 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Viele Menschen in Deutschland sind betroffen, vor allem junge, schlanke Frauen. Das Phänomen kann Beschwerden verursachen, muss es aber nicht. Typische Symptome sind Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Anders als Bluthochdruck wird ein zu niedriger Blutdruck nicht als Krankheit angesehen.

Welcher Blutdruck ist normal?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert einen Blutdruck von 120 zu 80 mmHg als normal. Neben dem niedrigen Blutdruck als Abweichung gibt es auch den zu hohen Blutdruck. Von dieser sogenannten Hypertonie spricht man bei anhaltenden Werten von über 140 zu 90 mmHg.

Wie entsteht niedriger Blutdruck?

Der Blutdruck bezeichnet den Druck im Inneren der großen Arterien, die vom Herzen wegführen. Ob er hoch oder niedrig ist, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:

  • Elastizität und Widerstand der Gefäßwände
  • Herzfrequenz
  • Schlagkraft des Herzens

Normalerweise regelt der Körper den Blutdruck selbst: In den Halsschlagadern sitzen winzige Druckmesskörperchen, die den Blutdruck prüfen und entsprechende Signale an das Gehirn senden. Ist der Druck zu niedrig, ordnet das Gehirn eine Verengung der Gefäße an, um ihn wieder zu erhöhen.

Diese Ursachen von niedrigem Blutdruck gibt es

Die Beschwerden haben verschiedene Ursachen, die auf die jeweilige Form zurückgehen:

  • Primäre Hypotonie: Diese Form tritt meist ohne erkennbare Ursache auf, Experten gehen aber davon aus, dass die Neigung dazu vererbt werden kann. Die primäre Hypotonie ist die häufigste Form.
  • Sekundäre Hypotonie: Hier tritt der niedrige Blutdruck infolge einer Erkrankung auf, dazu zählen zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion, Herzerkrankungen wie eine Herzschwäche, Salzmangel und Venenschwäche. Auch durch Flüssigkeitsmangel oder spezielle Medikamente kann der Blutdruck absinken.
  • Orthostatische Hypotonie: Hier kommt es zu niedrigem Blutdruck, wenn man zu schnell aufsteht – dadurch versackt das Blut in den Beinen, was der Körper nicht schnell genug ausgleichen kann. Ursachen können zum Beispiel eine sekundäre Hypotonie oder eine Störung des autonomen Nervensystems sein, die durch Diabetes ausgelöst wird.

Symptome: Welche Beschwerden verursacht niedriger Blutdruck?

Manche Betroffene spüren keinerlei Symptome durch einen niedrigen Blutdruck. Diejenigen, die Beschwerden haben, leiden meist unter:

Niedrigen Blutdruck behandeln: Was hilft?

Vor allem morgens beim Aufstehen haben Betroffene öfter mit Beschwerden zu kämpfen. Diese Hausmittel helfen gegen niedrigen Blutdruck:

  • Bewegung, zum Beispiel Ausdauersportarten wie Schwimmen
  • Wechselduschen
  • Kaffee, aber auch schwarzer und grüner Tee
  • Kompressionsstrümpfe
  • Eher mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag statt drei große
  • Medikamente (werden vom Arzt verschrieben, wegen Nebenwirkungen allerdings nur in wenigen Fällen)

Du weißt nicht, ob dein Blutdruck normal ist? Hier verraten wir dir, wie du deinen Blutdruck messen kannst.

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Niedriger Blutdruck: Frau leidet unter Schwindel
Niedriger Blutdruck: Werte, Symptome und Behandlung

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) betrifft viele Menschen und kann unterschiedliche Ursachen haben. Wir erklären, welche Werte für eine Hypotonie sprechen, welche Symptome es gibt und was hilft.

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