Ohren reinigen: So machst du es richtig

Eigentlich können sich die Ohren selbst säubern. Wenn du aber das Gefühl hast, nachhelfen zu müssen, erklären wir hier, wie Ohren reinigen richtig geht.

Warum entsteht eigentlich Ohrenschmalz?

Ohrenschmalz ("Cerumen") empfinden wohl die meisten Menschen als eklig. Dabei erfüllt es wichtige Funktionen: Ohrenschmalz besteht unter anderem aus Haaren, Staub und abgestorbenen Hautzellen. Und diese Abfallprodukte des Körpers werden durch das Ohrenschmalz aus dem Ohr transportiert. Zusätzlich pflegt es die Ohren und befeuchtet den Gehörgang – seine wachsartige Konsistenz schützt das empfindliche Ohr vor dem Austrocknen und damit auch vor Juckreiz. Ohrenschmalz ist also ein zentraler Teil des Selbstreinigungsprozesses des Ohrs.

Ohren reinigen: Wann sollte ich das selbst erledigen?

Manchmal produziert der Körper zu viel Ohrenschmalz – oder die Selbstreinigung des Ohrs ist durch andere Ursachen gestört. Dadurch kann sich im Gehörgang ein Pfropfen bilden, der sich nicht nur unangenehm anfühlt, sondern auch dafür sorgt, dass man auf dem betroffenen Ohr schlechter hört. Auf keinen Fall sollte man nun selbst versuchen, den Pfropfen zu lösen, indem man sich beispielsweise mit schmalen spitzen Gegenständen im Ohr herumstochert. Das Risiko, dass bei der Reinigung die empfindliche Haut im Gehörgang oder das Trommelfell verletzt wird, ist viel zu groß. Hier sollte nur ein HNO-Arzt ran.

Hände weg von Wattestäbchen!

Eine beliebte Methode zum Ohren reinigen ist die Benutzung von Wattestäbchen. Darauf sollte man aber ebenfalls besser verzichten: Auch wenn die Spitze der Stäbchen weich ist, schiebt sie vorhandenes Ohrenschmalz nur noch tiefer in den Gehörgang hinein. Schlimmstenfalls können dadurch Ohrenschmerzen oder ein Pfropf entstehen.

Ohren reinigen: Diese Methoden helfen

Natürlich muss man nun nicht jede Woche zum HNO-Arzt laufen, wenn man das Gefühl hat, dass sich etwas zu viel Ohrenschmalz angesammelt hat und das Gehör beeinträchtigt ist. Es gibt sanfte Hausmittel, mit denen man versuchen kann, die Ohren zu säubern. Befindet sich beispielsweise nur etwas Ohrenschmalz an der Ohrmuschel, kann dieses mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Wer versuchen will, das Sekret aus dem Ohr selbst zu entfernen, kann diese Möglichkeiten testen:

  • Warmes Wasser: Am einfachsten lässt man sanft etwas körperwarmes (nicht heißes!) Wasser ins Ohr laufen. Das verflüssigt das Cerumen, wodurch man es leichter abtupfen kann.
  • Kauen: Klingt seltsam, aber Kaubewegungen des Kiefers befördern Ohrenschmalz automatisch in Richtung Ohrausgang. Es kann zur Ohrenreinigung also helfen, einfach mal ein wenig mit dem Kiefer zu mahlen und Kaubewegungen durchzuführen, wenn man die Ohren reinigen will.

Mehr dazu erfährst du im Artikel Ohrenschmalz entfernen.

Was ist mit Ohrenkerzen?

Eine bekannte alternative Methode zum Ohren reinigen ist die Verwendung von Ohrenkerzen (auch als Hopi-Kerzen bekannt). Durch die Verwendung kann jedoch heißes Wachs die empfindliche Haut im Gehörgang verletzen – deshalb besser Finger weg!

Lesetipp: Was bei Druck auf den Ohren hilft und welche Mittelohrentzündung-Symptome es gibt, erfährst du hier.

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Frau zeigt auf Ohr

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