Warum ein Zykluskalender Sinn macht

Du willst wissen, wann die nächste Periode oder deine fruchtbaren Tage anstehen? Mit einem Zykluskalender ist das kein Problem. Die Daten kannst du in einer App sammeln.

Welchen Nutzen hat ein Zykluskalender?

Der durchschnittliche Menstruationszyklus einer Frau dauert 28 Tage - es gibt aber auch kürzere oder längere Zyklen zwischen 21 und 35 Tagen. Die Zykluslänge kann zudem durch bestimmte Faktoren wie Schichtarbeit, Jetlag, Krankheiten, ungesunde Ernährung oder Stress beeinflusst werden. Ein Zykluskalender hilft dabei, einen genauen Eindruck davon zu bekommen, wie lang dein Zyklus ist und wann dein Eisprung beziehungsweise deine fruchtbaren Tage sind. Übrigens: Dein Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet mit dem letzten Tag vor der nächsten Periode.

Inwiefern kann ein Zykluskalender nun helfen? Wenn du einen regelmäßigen Zyklus hast, kannst du einen Zykluskalender für den Kinderwunsch oder zur Verhütung nutzen. Allerdings nur als Hilfsmittel, denn 100-prozentig sicher ist ein Menstruationskalender nicht. Das Gleiche gilt jedoch auch für andere, natürliche Verhütungsmethoden, wie die Temperaturmethode, bei der du täglich deine Basaltemperatur misst, oder die Zervixschleim-Methode. Bei unregelmäßigem Zyklus helfen eigentlich nur Verhütungsmittel wie Pille, Spirale und Co. oder Kondome. Wer den Eisprungkalender zur Familienplanung nutzen möchte, um schwanger zu werden, sollte die Phase um den Eisprung nutzen. In dieser Zeit ist eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten.

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Welche Möglichkeiten gibt es, deinen Zyklus zu tracken?

Natürlich kannst du deinen Zyklus schriftlich in einem Tagebuch festhalten, in das du täglich Daten über Stimmung, Gesundheit und Körper einträgst. Einfacher sind jedoch sogenannte Zyklus-Apps, von denen es mittlerweile Dutzende auf dem Markt gibt. Diese Anwendungen haben den Vorteil, dass sie dabei helfen, sorgfältig zu dokumentieren und dich z.B. an fruchtbare Tage oder deine nächste Periode erinnern, wenn du es nicht tust. Im Folgenden stellen wir dir fünf praktische Apps vor, die für alle Frauen geeignet sind, die sich den Zyklus nicht nur von ihrem Arzt erklären lassen wollen.

Zyklus via Clue-App verfolgen

Das Berliner Start-up-Unternehmen "Clue" hat sich auf die Fahne geschrieben, dass Frauen ihren individuellen Zyklus besser verstehen lernen – mithilfe einer Zyklus-Tracking-App. Die Anwendung liefert nicht nur Daten über Zeitpunkt und Dauer der nächsten Menstruation, sondern auch über PMS, Ausfluss und Schmerzen.

Ist dein Zyklus normal? Stehen deine Stimmungen in Verbindung mit der Menstruation? Und an welchen Tagen wirst du am wahrscheinlichsten schwanger? Der Zykluskalender auf deinem Smartphone hilft, Antworten zu finden. Dabei gilt: Je mehr Daten du über deine Periode, Schmerzen, Stimmungsschwankungen und sexuelle Aktivität eingibst, desto genauer ist die Prognose.

So praktisch die Clue-App auch ist, für Frauen mit unregelmäßigem Zyklus ist sie keine ernsthafte Alternative zur hormonellen Verhütung. Nichtsdestotrotz ist die Anwendung hilfreich, um breit gefächerte Infos rund um das Thema Zyklus zu erhalten. Und die bekommt ihr laut Unternehmen "garantiert ohne Blumen, Schmetterling und Beschönigungen".

Hier kannst du die kostenlose App herunterladen: für iOS oder Android.

Periodentracker von Eltern.de

Zum perfekten Familienglück fehlt euch noch ein Baby? Mit der Zyklus-App von Eltern.de rückt der Kinderwunsch in greifbare Nähe. Die Bedienung ist kinderleicht: Gib lediglich den Beginn deiner letzten Periode und deine Zykluslänge ein – und schon erhältst du Infos zu deinen fruchtbaren Tagen und den nächsten Eisprung. Um den eigenen Körper besser kennenzulernen, empfiehlt es sich, den Zyklus täglich zu tracken. Dabei sammelst du unter anderem Daten zu Sexleben, Blutungen und Temperaturen.

Praktisches Extra: Du kannst deinem Partner per SMS, E-Mail oder WhatsApp darüber informieren, wann der beste Zeitpunkt für einen gemütlichen Abend zu zweit ist.

Die kostenlose iOS-App findest du hier zum Download, sowie den Eisprungrechner von Eltern.de.

NetMoms hilft in Sachen Kinderwunsch

Viele Paare wünschen sich ein Kind, doch oft kann es Monate oder Jahre bis zur gewünschten Schwangerschaft dauern. Eine Hilfe bietet der Zykluskalender von NetMoms, der dir den Zeitpunkt für die nächste Menstruation und eine mögliche Befruchtung ausrechnet. Je mehr Informationen du über die Basaltemperatur, Blutungen, Stimmungen, Stress, Alkohol oder auch Bauschmerzen eingibst, desto besser kann die App prognostizieren, wann der nächste Eisprung stattfindet. Auch Ergebnisse von Schwangerschafts- und Ovulationstests werden mit berücksichtigt.

Die NetMoms-App unterstützt drei gängige Methoden, um die fruchtbaren Tage zu bemessen: Bei der symptothermalen Methode und der Temperaturmethode liegt das Hauptaugenmerk auf der Temperatur- und auf dem Zervixschleim. Die Kalendermethode berücksichtigt hingegen die Länge deines Zyklus. Insgesamt eignet sich die Anwendung am besten für Frauen mit Kinderwunsch. Wer will, kann die App jedoch auch als klassischen Zykluskalender nutzen.

Die kostenlose Anwendung bekommst du für iOS oder Android.

Auf den Eisprungkalender von Urbia.de setzen

Die App von Urbia.de berechnet nicht nur deinen Eisprung, sondern vermittelt auch Wissen rund um die Themen Kinderwunsch und Zyklus. Wann ist ein Schwangerschaftstest sinnvoll? Wann ist die beste Zeit für Sex, um schwanger zu werden? Und last, but not least: Wann wäre der Geburtstermin für das Baby? Mit dieser Anwendung, die gleichzeitig als Kinderwunschtagebuch genutzt werden kann, hältst du dich über die wichtigsten Daten auf dem Laufenden.

Das Besondere daran: Du kannst die Ergebnisse deines Zykluscomputers und deiner Schwangerschafs- und Ovulationstests in die App eingeben. Sie fließen dort in die Berechnung deines Eisprungs mit ein.

Die Eisprungkalender-App erhältst du kostenlos für Android und iOS.

Menstruationskalender von Abishkking

Mit dem Menstruationskalender von Abishkking erhältst du eine praktische App zur Hand, mit der du alle wichtigen Daten rund um deine Periode sammeln kannst. Praktisch daran: Die Anwendung sammelt nicht nur Infos über die Länge der Menstruation, Krämpfe und Kopfschmerzen, sondern ist auch als Pillenkalender einsetzbar – und erinnert dich an die regelmäßige Einnahme.

Wer möchte, kann seinen Kalender auch per E-Mail verschicken, was eventuell für die eigene Frauenärztin oder den eigenen Frauenarzt interessant sein kann. Alle Daten lassen sich darüber hinaus in der Cloud speichern, um Speicherplatz zu sparen.

Diese App ist lediglich für Android-basierte Smartphones erhältlich.

jg
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