Pflanzenmedizin für die Wechseljahre

Die Kieler Gynäkologin Dr. Dorothee Struck (docdodo.de) beantwortet für uns Fragen rund um die hormonelle Umstellung in der Lebensmitte.

Was kann die Pflanzenmedizin?

Heilpflanzen können vie­les, oft sehr spezifisch: Sind im Wechsel Ein­schlafstörungen das Prob­lem? Dann können Melisse, Lavendel oder Hopfen helfen. Ist es eher häufiges Aufwachen, der Sibirische Rhabarber. Oder stört die nächtliche Erholung, dass der Schlaf flach ist, vielleicht aber auch die Blase schwach? Wenn die Nacht spätestens um vier Uhr zu Ende ist, würde ich auf die Traubensilberkerze setzen.

"Leiden Sie unter Dauerhitze?", muss ich oft nicht fragen, die Patien­tinnen kommen auch bei norddeutschem Schmuddelwetter ohne Schal im tief ausgeschnit­tenen T-­Shirt in die Pra­xis. Traubensilberker­ze, Leinsamen, ggf. auch Soja können eine Hilfe sein. Ganz anders das Outfit Marke Zwiebel. In diesem Schicht­-Style stecken oft die Frauen, die kurz aufflackernde Wallungen haben und danach frösteln, da denke ich wieder an den Sibirischen Rhabarber.

Auch bei Herzklabastern, Schweißausbrü­chen und Trockenheit der Vulva gibt es hilfreiche Pflanzen: Herzge­spann mit Wolfsrapp oder Hopfen und Melisse, Salbei bzw. Grana­tapfelkern­-Öl, nicht der Saft. Na klar, manchmal sind auch Hormone nötig, die sind stärker wirksam. Aber bei gut 80 Prozent unserer Patientinnen mit Be­schwerden kriegen wir diese mit unse­ren Freunden aus der Pflanzenwelt in den Griff.

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Brigitte Woman 02/2019

Wer hier schreibt:

Dr. Dorothee Struck
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