Rauschen im Ohr: Ursachen und Behandlungen

Rauschen im Ohr kommt ziemlich häufig vor – und kann ziemlich nerven. Woher die Ohrgeräusche kommen können und was dagegen helfen kann, erfährst du hier.

Was ist Rauschen im Ohr?

Rauschen im Ohr ist eine Form des Tinnitus. Dieser verursacht Geräusche im Ohr, die zum Beispiel klopfend oder brummend sein können oder eben als Rauschen wahrgenommen werden – das Rauschen ist neben Pfeifen die häufigste Form, etwa 40 Prozent der Betroffenen leiden daran. Diese Ohrgeräusche des Tinnitus sind nicht eingebildet – Rauschen im Ohr deutet in den meisten Fällen auf eine Schädigung im sogenannten Tieftonbereich hin.

Tinnitus: Woran erkenne ich Rauschen im Ohr?

Das Ohrenrauschen beim Tinnitus kann sowohl ein als auch beide Ohren betreffen, parallel kommt es häufig zu Druck auf den Ohren. Achtung: Fühlt es sich an, als wäre das Ohr mit Watte verstopft, kann ein Hörsturz vorliegen. Bei diesem Verdacht sollte unverzüglich der HNO-Arzt aufgesucht werden. In der Regel klingen die Beschwerden nach kurzer Zeit ab – lässt der Tinnitus aber auch nach mehreren Tagen nicht nach oder kommen andere Beschwerden wie Schwindel oder Ohrenschmerzen hinzu, kann der Tinnitus auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein. Auch hier sollte eine Untersuchung beim Arzt erfolgen.

Tinnitus: Ursachen für objektives Rauschen im Ohr

Um die Ursachen für einen Tinnitus zu ergründen, muss man zunächst unterscheiden, ob es sich um subjektive oder um objektive Ohrgeräusche handelt. Objektives Rauschen im Ohr deutet oft auf ein Körpergeräusch hin: Zum Beispiel rauscht der eigene Blutfluss, wenn hoher Blutdruck vorliegt. Folgende Gründe kann objektives Ohrensausen haben:

  • Generelle Durchblutungsstörungen
  • Blutgerinnsel / Thrombosen
  • Gefäßverkalkung
  • Verengte Blutgefäße
  • Bluthochdruck
  • Hohe Blutfettwerte
Frau zeigt auf Ohr

Ursachen für subjektives Rauschen im Ohr

Das sogenannte subjektive Ohrenrauschen tritt wesentlich häufiger auf als das objektive. Dieser Tinnitus basiert auf falschen Wahrnehmungen unseres Gehörs. Oft werden die Beschwerden durch Stress stärker. Ursächlich können verschiedene Erkrankungen sein – dazu zählen:

  • Pfropfen aus Ohrenschmalz (wie sich Ohren reinigen lassen, erfährst du hier!)
  • Hörsturz
  • Lärm
  • Druck auf den Ohren
  • Entzündungen, z. B. des Gehörgangs oder des Mittelohrs
  • Probleme mit dem Kiefer oder der Halswirbelsäule
  • Schwerhörigkeit (im Alter)

Was hilft gegen das Rauschen im Ohr?

Die Behandlung des Tinnitus erfolgt je nach Ursache und wird mit dem Arzt individuell besprochen. Bei genereller Schwerhörigkeit können zum Beispiel Hörgeräte zum Einsatz kommen. Zur Tinnitus-Behandlung sind folgende Methoden denkbar:

  • Medikamente, die z. B. die Durchblutung des Innenohrs verbessern
  • Entspannungstherapien
  • Verhaltenstherapeutische Maßnahmen, um die Wahrnehmung des störenden Geräusches zu vermindern
  • Spezielle Hörgeräte

Bei Tinnitus zählt eine schnelle Behandlung

Wichtig ist eine frühzeitige Therapie: Hält das Rauschen in den Ohren länger als drei Monate an, spricht man von einem chronischen Tinnitus, der sich nicht mehr vollständig heilen lässt. Hier hilft vor allem die Tinnitus-Retraining-Therapie, eine Kombination aus akustischer Stimulation, verhaltenstherapeutischen Ansätzen und Hörtraining.

Lese-Tipp: Hier erfährst du alles zur Misophonie.

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