Aufgedeckt! Darum wird uns beim Lesen im Auto schlecht

Eine Fahrt im Auto kann recht eintönig werden, am besten vertreibt man sich die Zeit mit einem guten Buch. Doch schon nach wenigen Seiten wird uns schlecht. Warum ist das so?

Eine Reise in den Urlaub beginnt nicht immer so, wie erhofft. Oft geht die Anfahrt mit Reiseübelkeit einher, die in Fachkreisen Kinetose genannt wird. Insbesondere beim Lesen im Auto wird vielen Menschen schlecht. Doch warum ist das eigentlich so?

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Warum wird uns beim Autofahren übel?

Unser Gehirn verarbeitet ständig Sinneseindrücke und registriert dabei, wie die Gelenke stehen und ob sie sich bewegen. Die Informationen kommen aus den unterschiedlichsten Regionen unseres Körpers: Der Gleichgewichtssinn liegt beispielsweise im Innenohr und versendet Signale ans Gehirn. Daneben spielen natürlich auch unsere Augen, also der Sehsinn, eine große Rolle. Stimmen die Informationen der Sinne nicht überein, reagiert der Körper mit Schwindelgefühlen und Übelkeit.

Konkret gesagt: Beim Lesen im Auto senden die Augen das Signal des Stillstands, der Gleichgewichtssinn meldet hingegen Bewegung. Diesen Widerspruch kann unser Gehirn nicht verarbeiten. Aus dem gleichen Grund werden wir übrigens seekrank. Das Schaukeln des Bootes bringt unser Gehirn komplett durcheinander.

Reisekrankheit lindern – so geht’s

Kleiner Trost für Geplagte der Reisekrankheit: Das Gleichgewichtsorgan kann man trainieren, zum Beispiel in Flugsimulatoren. Wer das Training umgehen möchte, kann kleine Dinge tun, um die Übelkeit zu lindern. Im Auto sollte das Buch weggelegt und am besten der Platz neben den Fahrer eingenommen werden. Auf einem Schiff muss ein Punkt am Horizont fixiert werden, das Gleiche gilt auch im Flugzeug, damit sich das Auge entspannt – und auch der Magen zur Ruhe kommt.

Außerdem sollte man unterwegs leichtes Essen und Snacks in Form von Brezeln, Zwieback und leichtem Gebäck dabei haben. Und auch Kaugummis und Bonbons können helfen, die Übelkeit zu lindern. Statt Bücher ist übrigens auch eine schöne Playlist auf dem Handy eine gute Option, um sich von der eintönigen Fahrt abzulenken. So kommt erst gar keine Übelkeit auf.

jg
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