Rosmarinöl: Anwendung, Wirkung und Tipps

Rosmarinöl entfacht viele positive Effekte für unseren Körper. Alles zu Inhaltsstoffen, Anwendung und Wirkung erfährst du hier.

Rosmarinöl: Was steckt dahinter?

  • Rosmarinöl ist sehr vielseitig einsetzbar und doch unterschätzt. Viele kennen Rosmarin lediglich als Gewürz für die Küche. Rosmarin ist eine Heil- und Gewürzpflanze, die bereits im Altertum geschätzt wurde.
  • Ursprünglich stammt Rosmarin aus dem Mittelmeergebiet  und galt früher als Symbol für Schönheit und Liebe. Ungefähr 100 Jahre nach Christi Geburt brachten Mönche die Pflanze aus Klöstern in die mediterrane Küche.
  • Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler und blüht in der Zeit von März bis Mai. Die Pflanze selbst kann bis zu zwei Meter hochwachsen. In der Regel erreicht die Pflanze jedoch einen halben Meter Höhe.

Rosmarinöl: Wichtige Inhaltsstoffe

  • Ätherische Öle (Campher, Cineol, Borneol, Carnosol, Terpineol etc.)
  • Flavonoide
  • Glycolsäure
  • Bitterstoffe
  • Saponine
  • Gerbstoffe

Die Inhaltsstoffe vom ätherischen Öl sind bei weitem noch nicht alle erforscht. Dennoch konnten aufgrund der bekannten Inhaltsstoffe, wie etwa den bei Heilpflanzen verbreiteten Gerbstoffen, zahlreiche positive Wirkunken für Gedächtnis, Leber, Haarpflege und Co. nachgewiesen werden.

Rosmarinöl: Wirkung

  • Haarpflege: Rosmarinöl wirkt durch die Inhaltsstoffe antibakteriell und entzündungshemmend. Diese Eigenschaften kommen Haut und Haaren sehr entgegen. Du kannst das Öl bei Akne, Schuppen oder auch zur Wundheilung verwenden.
  • Gedächtnis: Rosmarinöl wirkt sich laut Studien genauso wie etwa Pfefferminz oder Kamille positiv auf unsere Gedächtnisleistung aus. Verantwortlich dafür ist wahrscheinlich das im Rosmarinöl enthaltene ätherische Öl Cineol. Du kannst dir zur Anwendung einfach ein paar Tropfen des Öls in eine Duftlampe geben und damit eine selbstgemachte Aromatherapie in Anspruch nehmen.
  • Erkältung: Aufgrund der antibakteriellen Wirkung kannst du Rosmarinöl auch sehr gut gegen Erkältungen verwenden. Dazu kannst du deinen Oberkörper mit etwas Öl einreiben und einwirken lassen.
  • Migräne/Depression: Bei Stimmungsschwankungen ist das Öl einen Versuch wert. So kann es den Schlaf verbessern und die allgemeine Laune steigern. Du kannst entweder ein Bad mit etwa 10 Tropfen anreichern oder einen Tropfen des Öles im Nackenbereich einmassieren und zusätzlich einen Tropfen über ein Taschentuch oder die Hand inhalieren.

Rosmarinöl: Anwendung

  • Kosmetik: Rosmarinöl steigert die Durchblutung und wirkt dadurch positiv auf die Hautregeneration ein. Menschen mit fettiger Haut und Unreinheiten ist die Anwendung vom Öl besonders ans Herz gelegt. Du kannst einfach das ätherische Öl als Zusatz für Shampoos, Duschgel und Co. verwenden. Achte darauf, immer ausreichend Zeit zum Einwirken abzuwarten, bevor du es ausspülst.
  • Ernährung: Statt reinem Rosmarin kannst du auch Rosmarinöl verwenden, um deine Rezepte damit anzureichern. Verwende dafür einfach einen Tropfen vom ätherischen Öl. Dadurch wird deine Verdauung gefördert sowie das Völlegefühl vermindert. Rosmarintee ist ebenfalls sehr angenehm im Geschmack.
  • Inhalieren: Rosmarinöl kannst du bei Erkältungen, Infekten als auch bei Kopfschmerzen wunderbar zum Inhalieren verwenden. Rosmarin wirkt sehr angenehm auf Körper und Geist und reduziert auch dein Stresslevel. Zum Inhalieren kannst du entweder eine Duftlampe oder einen Vernebler verwenden. Auch eine Dampfinhalation bietet sich an. Wenn du eine Duftlampe verwendest, kannst du sowohl deine Konzentration beim Arbeiten steigern als auch Mücken vertreiben, denn diese mögen den Duft von Rosmarin gar nicht.
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Rosmarinöl: Nebenwirkungen

Rosmarinöl wirkt wie viele andere ätherische Öle sehr intensiv. Gerade kleinere Kinder sowie Schwangere sollten die Verwendung des Öls meiden. Das Öl fördert die Menstruation und kann bei zu starken Dosierungen auch toxisch sein.

Personen mit hohem Blutdruck nehmen ebenfalls besser Abstand davon, da Rosmarinöl den Blutdruck steigert und anregend wirkt. Generell sollte das Öl immer nur in geringen Dosierungen verwendet werden, da daraus sonst entweder Hautreizungen in der Kosmetik oder Übelkeit und Unverträglichkeit resultieren können.

Rosmarinöl: Selber herstellen

Natürlich kannst du Rosmarinöl in einem Reformhaus oder über das Internet bestellen. Dabei solltest du auf hochwertiges Bio-Öl setzen und sicherstellen, dass es sich um ein reines ätherisches Öl und nicht um ein Parfümöl handelt. Doch du kannst das Öl auch einfach selber herstellen. Wir zeigen dir, was du dabei beachten solltest.

Du benötigst für die Herstellung ein Bio-Pflanzenöl deiner Wahl. Olivenöl oder etwa Nussöl (milderer Geschmack) sind dabei besonders hervorzuheben. Außerdem dürften natürlich die Rosmarinzweige nicht fehlen. Diese bekommst du in einem Biosupermarkt oder sogar aus dem eigenen Garten. Der Rosmarin sollte dabei frisch und nicht getrocknet sein. Zum Aufbewahren deines Öls empfehlen sich Glasflaschen.

  1. Fülle die Flasche komplett mit Öl auf, nachdem du zwei Zweige vom Rosmarin hineingelegt hast.
  2. Anschließend bewahrst du die Flasche im Keller (oder einem anderen dunklen, kühlen Ort) für etwa fünf Wochen auf. Die Zeit sollte in jedem Fall eingehalten werden, damit sich die Wirkstoffe vom Rosmarin auf das Öl übertragen können. Ob du die Zweige danach entfernst oder in der Flasche lässt, bleibt dir überlassen.

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