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Ökotest warnt vor Krebs-Gefahr - Brotaufstrich im Rossmann-Sortiment

Rossmann DM
© Shutterstock/ Herrndorff
Vegane Bio-Brotaufstriche erfreuen sich großer Beliebtheit. Gesund sind sie aber nicht immer, wie "Ökotest" nun nachgewiesen hat. Trotzdem blieben die Produkte zunächst im Regal.

Ökotest nimmt vegane Brotaufstriche ins Visier

In der aktuellen Mai-Ausgabe von "Ökotest" werden 22 vegane Brotaufstriche unter die Lupe genommen. 17 davon erhielten eine erhöhte Konzentration an problematischen Mineralölkohlenwasserstoffen. In vier Produkten der Marken Bio Primo, Ener Bio, dm Bio und Tartex wurden aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (Moah) nachgewiesen, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Doch wie haben die Drogerieketten, die die Produkte im Sortiment haben, auf dieses vernichtende Testergebnis reagiert?

Reaktion der Drogerieketten dm, Müller und Rossmann

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat die Ergebnisse des "Ökotest"-Reports zum Anlass genommen, nach den Konsequenzen zu fragen, die die Drogerieketten daraus ziehen. Einzig und allein "Müller" hat seine Bio Primo Gourmet Pastete Kräuter umgehend aus den Regalen geräumt und "dauerhaft in dieser Zusammensetzung" aus dem Sortiment genommen. Auch "dm" hat den Artikel entfernt, jedoch nur "bis zur finalen Klärung des Sachverhalts". Laut Foodwatch habe die Drogeriekette darauf hingewiesen, dass es sich um eine "freiwillige Vorsichtsmaßnahme" handele, da "die gesetzlichen Anforderungen voll erfüllt" seien.

"Rossmann" reagierte zunächst ablehnend auf die Anfrage: Man habe die Kritik nicht geteilt, "eine abschließende gesundheitliche Bewertung zu Moah liegt nach heutigem Kenntnisstand derzeit nicht vor."

Konkret: Der von "Ökotest" mit mangelhaft bewertete Brotaufstrich Ener Bio Paprika-Chili wurde weiter verkauft. Erst nach massiver Kritik an dem Vorgehen hat das Unternehmen jetzt angegeben, den Verkauf zu stoppen und aus dem Sortiment zu nehmen.

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jg

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