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Rote Punkte auf der Haut 7 mögliche Ursachen für Knötchen, Pusteln und Co.

Rote Punkte auf der Haut: Nackter Oberkörper, eine Hand fasst an den mit roten Punkten übersäten Arm
© iWissawa / Shutterstock
Rote Punkte auf der Haut können verschiedene Ursachen haben. Welche möglichen Gründe es gibt und was du tun kannst, erfährst du hier. 

Inhaltsverzeichnis

Warum habe ich rote Punkte auf der Haut?

Rote Punkte auf der Haut können störend wirken, vor allem, wenn sie im Gesicht auftreten. Was hinter den roten Punkten steckt, lässt sich jedoch nicht verallgemeinernd sagen. Das (vermehrte) Auftreten von einem solchen Hautausschlag an bestimmten Körperstellen, die Färbung, etc. deuten auf unterschiedliche Ursachen hin – es könnte sich bei den Pünktchen beispielsweise um Rubinflecken oder Reibeisenhaut handeln.

Rote Punkte auf der Haut – mögliche Ursachen

Die folgenden Gründe können rote Punkte auf der Haut unter anderem haben::

1. Hämangiome (auch: Blutschwämmchen oder Rubinflecken)

Hämangiome kommen selten bei Erwachsenen vor, häufig sind Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Bei den Blutschwämmchen handelt es sich um gutartige Gefäßerweiterungen unter der Haut – sogenannte Gefäßschlingen – die sich meistens von alleine zurückbilden. Sie werden auch als Rubinflecken oder Erdbeerflecken bezeichnet.

Was hilft gegen Hämagiome? Dein Arzt oder die Ärztin können hier am besten beurteilen, ob es sich bei den roten Punkten um gutartige Hämangiome wie Rubinflecken handelt. Ist dies der Fall, sind die Gefäßschlingen normalerweise harmlos und werden nicht von Schmerzen oder anderen störenden Symptomen begleitet. Rubinflecken könnten aber aus ästhetischen Gründen mit einem Laser verödet werden.

2. Leukozytoklastische Vaskulitis

Hinter diesem sperrigen Namen steckt eine Entzündung der Blutgefäße. Bemerkbar macht sich das durch kleine intensiv rote Punkte an den Unterschenkeln, deren Farbe sich innerhalb weniger Tage von rot zu blaurot ändern kann. Auch Juckreiz oder Brennen können auftreten. Zudem können sich diese Flecken zu eingebluteten, dunkelroten Knötchen entwickeln.

Was hilft gegen Leukozytoklastische Vaskulitis? Die Leukozytoklastische Vaskulitis kann durch eine Überempfindlichkeitsreaktion ausgelöst werden – beispielsweise auf ein Medikament. Bemerkst du solche Punkte an deinen Beinen, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Nach einer gesicherten Diagnose kann hier die richtige Therapie gewählt werden.

3. Herpes Zoster

Die Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, der Erreger kann auch noch andere Erkrankungen auslösen (zum Beispiel Windpocken). Bei der Infektionskrankheit tritt ein Hautausschlag mit kleinen Bläschen auf, der schmerzen kann. Weitere Symptome neben den lästigen Quaddeln sind Kopf- und Gliederschmerzen, leichtes Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Was hilft gegen Herpes Zoster? Bei Verdacht auf Gürtelrose auf jeden Fall zur:m Ärzt:in gehen! Gegen die Schmerzen können leichte Schmerzmittel helfen. Die Gürtelrose ist ansteckend, bis der Hautausschlag bzw. die Bläschen komplett abgeheilt sind.  

4. Couperose/Rosacea

Rosacea (alternative Schreibweise Rosazea) ist eine Hautkrankheit, bei der erweiterte Äderchen (sogenannte Teleangiektasien) im Gesicht auftreten. Diese mit dem bloßen Auge sichtbaren Erweiterungen kleinster Blutgefäße treten häufig an Wangen und rund um die Nase auf. Im Frühstadium spricht man von Couperose. Was hilft gegen Couperose? Couperose bzw. Rosacea ist wohl erblich bedingt und häufig gibt es persönliche Auslöser, die die Rötungen verschlimmern können. Weitere Infos und Tipps für die Pflege findest du im Artikel über Rosazea.

5. Miliaria

Miliaria, auch als Hitzeausschlag bekannt, macht sich durch juckende Bläschen bemerkbar. Diese Hitzepickel entstehen durch vermehrtes Schwitzen, aber eine Verdunstung des Schweißes wird verhindert, zum Beispiel durch enganliegende Kleidung. Durch den Rückstau in Ausführungsgängen der Schweißdrüsen verstopfen diese und Hitzepickel entstehen.

Was hilft gegen Hitzeausschlag? Am besten beugst du Hitzeausschlägen vor: Achte auf passende Kleidung bei Hitze, setze also auf leichte und luftdurchlässige Stoffe wie Baumwolle und Leinen und schütze auch empfindliche Hautareale wie den Kopf. Halte dich außerdem gerade in der Mittagshitze an kühleren und schattigeren Orten auf. Was im Akutfall hilft, erfährst du hier: Was tun gegen Hitzepickel?

6. Keratosis pilaris

Bei dieser Krankheit, auch Reibeisenhaut genannt, handelt es sich um eine Verhornungsstörung. Das heißt, der Körper produziert zu viel Keratin, wodurch die Haarfollikel verstopfen. Dadurch bilden sich kleine Pfropfen, die an der Hautoberfläche durch weiße und rote Pickelchen sichtbar werden. Häufig treten die Hautflecke am Oberschenkel und Oberarm auf, aber auch andere Hautareale wie Gesicht oder Po können betroffen sein.

Was hilft gegen Reibeisenhaut? Die roten Flecken sollten mit der Zeit von alleine wieder verschwinden. Was du nicht tun solltest, ist an den Pickelchen herumzudrücken! Nachhelfen kannst du mit feuchtigkeitsspendenden und hornlösenden Cremes (beispielsweise mit Urea) sowie mit Peelings.

7. Allergie

Auch eine Allergie kann Ursache für Hautausschlag sein. Bei einer sogenannten Kontaktallergie reagiert das betroffene Hautareal auf etwas, mit dem du in Berührung gekommen bist. Das können zum Beispiel Duftstoffe oder Metalle (wie Nickel) sein. Neben roten Flecken, Pusteln oder Quaddeln kann zum Beispiel auch Juckreiz auftreten. Allerdings tritt die allergische Reaktion oft etwa erst nach 24 bis 72 Stunden auf den betroffenen Hautarealen auf.

Was hilft gegen Allergien? Bei dem Dermatologen oder der Dermatologin lässt sich eine Pflastertestung durchführen. Damit kannst du herausfinden, ob und wenn, worauf du allergisch reagierst. Diese Substanz gilt es dann zu vermeiden.

Quaddeln, Pusteln, Knötchen und Co.: Wann sollte ich Hautausschläge ärztlich prüfen lassen?

Generell gilt: Wenn dir sichtbare Hautveränderungen auffallen – beispielsweise, weil sich die Form oder Farbe eines Flecks verändert hat – wende dich immer zur Abklärung an eine:n Dermatolog:in. So können eventuelle schwerwiegendere Hauterkrankungen wie Hautkrebs als Ursache ausgeschlossen werden.

Lesetipp: Wenn du mit Ausschlag zu kämpfen hast, findest du hier noch mehr mögliche Ursachen und Behandlungen in unserem Artikel über Hautausschlag.

Quellen

Brigitte

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