Scharlach: Symptome, Ursachen und Behandlung

Scharlach ist eine weitverbreitete und gefürchtete Infektionskrankheit. Was dahintersteckt und wie du sie behandelst, erfährst du hier.

Scharlach: Was ist Scharlach überhaupt?

Scharlach ist eine bakterielle Infektionskrankheit, von der überwiegend Kinder betroffen sind. Bei den Bakterien handelt es sich um Streptokokken, die giftige Stoffe enthalten. Sie führen meist zu Halsschmerzen und Ausschlag auf der Haut.

Wer sich von den Streptokokken eine Infektion eingefangen hat, ist zwar grundsätzlich in Zukunft immun gegen den Erreger, doch da es sehr viele unterschiedliche Erreger gibt, kann man auch mehrfach an Scharlach erkranken.

Scharlach: Übertragung und Ausbruch von Scharlach

  • Die Gefahr einer Übertragung mit den Bakterien ist absolut gegeben. Viele Menschen tragen den Erreger in sich, ohne selber von der Krankheit betroffen zu sein. Die Bakterien werden dann meist über das Sprechen oder Husten in der Luft verteilt, sodass eine Übertragung über das Einatmen der Erreger passieren kann. Seltener, aber durchaus möglich, ist eine Ansteckung über gemeinsam verwendete Gegenstände wie beispielsweise Besteck.
  • Wenn man sich mit den Bakterien angesteckt hat, dauert es meist bis zu drei Tage, bis die Krankheit ausbricht. Wer sich mit Antibiotika versorgt, ist schon 24 Stunden nach der Einnahme nicht mehr ansteckend. Ohne eine Behandlung mit Antibiotika ist jedoch die Gefahr einer Ansteckung auch 3 Wochen später noch möglich.
  • Grundsätzlich kann sich jeder mit der Infektion anstecken, besonders betroffen von der Krankheit sind jedoch Kinder.

Scharlach: Symptome

  • Scharlach kommt nicht wie viele Krankheiten schleichend, sondern mit voller Kraft. Fieber, Ausschlag, Halsschmerzen, Erbrechen – die Liste der Symptome ist lang und unangenehm.
  • Der Ausschlag macht sich meist innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Ansteckung mit den Bakterien bemerkbar. Es handelt sich dabei um kleine, blasse Flecken, die später gerötet sind. Bis auf die Hände und Füße kann so gut wie jede Körperregion betroffen sein, typisch ist jedoch ein Fleckenbefall im Leistenbereich sowie an Kopf, Hals, Armen und Beinen. Die Flecken gehen ungefähr nach einer Woche wieder zurück.
  • Bei der Infektion ist der Bereich um den Mund herum meist sehr blass und die Zunge ist mit einer Schicht belegt, man spricht auch von einer Himbeerzunge. Was eine belegte Zunge bedeutet, erfährst du hier.

Scharlach: Behandlung von Scharlach

Wer sich mit Scharlach angesteckt hat, sollte umgehend einen Arzt konsultieren. Dieser behandelt die Krankheit mit dem Antibiotikum Penicillin. Dabei wird das sogenannte Penicillin V als Tablette verabreicht, um Komplikationen zu verhindern und eine Resistenz gegen die Streptokokken herzustellen.

Auch wenn du nach Einnahme von Penicillin schon einen Tag später nicht mehr ansteckend bist, nimmst du Antibiotika für mindestens zehn Tage ein.

Scharlach: Auswirkungen von Scharlach

Bei richtiger Behandlung verläuft die Scharlach-Erkrankung ohne größere Komplikationen. Jedoch kann die Erkrankung unter anderem durch folgende Beschwerden begleitet werden:

  • Mittelohrentzündung
  • Rheumatisches Fieber
  • Hohes Fieber
  • Bauchschmerzen

Generell solltest du jede Auffälligkeit immer von deinem betreuenden Arzt begutachten lassen und die Einnahme von Antibiotika vorschriftsmäßig durchführen.

Scharlach: Vorsorge

  • Es existiert keine verlässliche Vorsorge, um die Erkrankung mit Scharlach zu verhindern. Gegen die Streptokokken gibt es keine Schutzimpfung. Wichtig ist, dass eine Infektion über die Symptome wie Fieber, Ausschlag oder Erbrechen schnell erkannt wird, um Komplikationen und eine weitere Ansteckung zu vermeiden.
  • Gerade in Kindergärten und Schulen kommt es durch den engen Kontakt schnell zu einer Übertragung durch die Kinder. Wichtig ist daher, auf eine gründliche Hygiene wie Händewaschen Wert zu legen.

Von Hausmittel gegen Magenschleimhautentzündung bis Bitterer Geschmack im Mund – bei uns bekommst du Tipps zu vielen Beschwerden. Zudem zeigen wir dir, welche Hausmittel gegen Ohrenschmerzen helfen.

Wenn du dich mit anderen über deine Beschwerden austauschen möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

Videotipp: 7 Tipps zu gesunder Ernährung

Obstauslage im Supermarkt

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.