So kriegen Sie Medikamente billiger!

Wir sparen am Preis, nicht an der Qualität! Wie Sie billiger an Medikamente kommen - 7 tolle Spar-Tipps.

Reimporte: Aus dem Ausland sind Medikamente billiger

Reimporte sind deutsche Medikamente, die aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt werden. Da diese z.B. in Südeuropa zu viel günstigeren Preisen angeboten werden, kommen über diesem Umweg die Medikamente auch hier billiger in die Apotheken.

So kostet eine Anti-Baby-Pille vom Typ "Marvelon" als Reimport pro Stück bis zu zehn Cent weniger als das für den deutschen Markt bestimmte Produkt. Auch bei Kopfschmerztabletten kann man sparen - bei einer Packungsgröße von 20 Stück macht der Unterschied allerdings weniger als einen Euro aus.

Wie viel kann ich sparen?

Medikamente, die nicht von der Kasse übernommen werden, sind mindestens 15 Prozent billiger.

Im Ausland einkaufen: Schnäppchen im Urlaub

Warum nicht gleich richtig sparen? Medikamente sind in Urlaubsländern wie Portugal, Spanien, Italien oder Griechenland besonders günstig. So kosten in einer griechischen Apotheke Kopfschmerztabletten aus Deutschland unter einem Euro. Auch Medikamente wie die Pille, Pilzsalben oder Hormonersatzpräparate können im Ausland erheblich billiger sein.

Einige Arzneimittel bekommt man ohne Rezept, obwohl sie hierzulande rezeptpflichtig sind. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt den Kauf solcher Präparate.

Wie viel kann ich sparen?

Bis zu 80 Prozent Ersparnis bei rezeptfreien Medikamenten.

Discount-Apotheken: Gemeinsam sparen

Für günstigere Preise schließen sich immer mehr Apotheken zusammen und kaufen gemeinsam beim Großhandel ein. Durch die Abnahme großer Mengen bekommen die Apotheker bessere Preise, die sie an ihre Kunden weitergeben.

Beispiel "Partner-Apotheken": Inhaber der kostenlosen PartnerCard - in allen Apotheken des Verbundes erhältlich - bekommen generell vier Prozent Rabatt. Zusätzlich gibt es wechselnde Aktionsprodukte. Teilnehmende Apotheken unter www.wissen-was-hilft.de. Bislang machen Apotheken in Hamburg und Nordrhein-Westfalen mit.

Oder Docmorris: Ähnlich wie bei einem Franchise-Unternehmen sind diese Apotheken zwar im Besitz einzelner Betreiber, aber Ausstattung und Angebot sind in allen Doc-Morris-Apotheken gleich. Und auch hier wird gemeinsam beim Großhandel eingekauft. Dadurch gibt es bis zu 30 Prozent Rabatt auf rezeptfreie Medikamente. (Verkauf auch im Internet - über www.docmorris.de)

Wie viel kann ich sparen?

Bis zu 30 Prozent Ersparnis bei rezeptfreien Medikamenten.

Internet-Apotheken: Weniger zahlen im Netz

Seriöse Internet-Apotheken arbeiten (fast) alle nach dem gleichen Prinzip: Für rezeptpflichtige Medikamente gibt eine Bonusgutschrift (cirka drei Prozent) oder einen Gutschein (meist 2,50 bis 10 Euro). Der Versand ist kostenfrei. Bei rezeptfreien Medikamenten kann je nach Angebot zwischen fünf und 50 Prozent gespart werden. Der Versand kostet ungefähr vier Euro, ab gewissem Bestellwert versandkostenfrei.

In der VfG-Versandapotheke (www.vfg.ag) werden ausschließlich rezeptfreie Arzneien, und zwar tschechische Generika mit deutschen Beipackzetteln angeboten - 20 bis 60 Prozent unter dem deutschen Apothekenpreis.

Achtung: Auch unseriöse Anbieter haben zum Teil Websites, die denen seriöser Internet-Apotheken zum Verwechseln ähneln. Wir haben Tipps zusammengestellt, worauf Sie achten müssen und woran Sie vertrauenswürdige Anbieter erkennen.

Wie viel kann ich sparen? 5 bis 50 Prozent Ersparnis bei rezeptfreien Medikamenten. Gutschrift oder Gutschein bis 10 Euro bei rezeptpflichtigen Medikamenten.

Drogerien: Bestellen und sparen

Als erste Drogeriekette hat DM das Geschäft mit den Medikamenten entdeckt. DM-Kunden können über einen Link auf der DM-Homepage alle in Deutschland zugelassenen Arzneimittel und apothekenpflichtigen Gesundheitsprodukte bestellen.

In manchen Filialen kann man Rezepte ähnlich wie bei der Fotobestellung einwerfen und die Medikamente nach spätestens drei Tagen abholen. DM kooperiert mit der holländischen Versandapotheke Europa Apotheek Venlo.

Wie viel kann ich sparen?

Zehn bis dreißig Prozent Ersparnis bei rezeptfreien Medikamenten. 2,50 bis 15 Euro Ersparnis bei rezeptpflichtigen Präparaten.

Ohne Zuzahlung: Clever vergleichen

Für rund rezeptpflichtige 12.000 Präparate müssen gesetzlich Krankenversicherte nichts dazubezahlen - weil deren Preis deutlich unter dem des Originalmedikaments liegt. Wenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen und eine Zuzahlung anfällt, können Sie also nach einem billigeren Präparat fragen.

Die Liste der zuzahlungsfreien Medikamente wird zweimal im Monat aktualisiert und kann unter www.gkv.info abgerufen werden.

Wie viel kann ich sparen?

Mindestens 5 Euro Ersparnis pro Rezept.

Generika: Wenn der Arzt etwas Billigeres verschreibt

Grundsätzlich gilt: Billiger heißt nicht unbedingt schlechter. Denn teure Medikamente sind oft neu auf dem Markt; Wirkungen und Nebenwirkungen sind weniger gut erforscht als bei Präparaten, die schon seit Jahrzehnten angewendet werden. Deshalb sind in vielen Fällen bewährte Medikamente die bessere Wahl. Nach Auslaufen des Patentschutzes kommen zudem oft günstigere Generika auf den Markt, die in der Regel qualitativ gleichwertig sind wie die Originale.

Wer aber, z.B. wegen bestimmter Zusatzstoffe, wirklich nur ein bestimmtes Präparat verträgt, kann den Arzt bitten, die Formulierung "aut idem" ("oder etwas gleiches") auf dem Rezeptformular durchzustreichen: Damit ist sichergestellt, dass der Apotheker nur das verschriebene Präparat abgeben darf.

Tipp

Bei www.medizinfuchs.de geben Sie das gewünschte Produkt ein und bekommen eine Preis-Übersicht sortiert nach Packungsgrößen und Herstellern.

Text: Constanze Löffler
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