Richtig Trinken bei Hitze: Lauwarm ist top!

Die Hitze kommt aus der Sahara - und von den Wüstenvölkern können wir lernen, wie wir jetzt richtig trinken. Plus: Wie wir Wasser zum Cool bleiben nutzen.

Praktisch! Unser Köper ist eine Klimaanlage

Sich bei Hitze runterzukühlen, ist für unseren Körper kein Problem. Vorausgesetzt, wir geben ihm Flüssigkeit. Dann kann er bei Hitze vermehrt Schweiß absondern, der auf der Haut verdunstet und uns kühlt. Zusätzlich weitet er die Blutgefäße, um Wärme über die Haut abgeben zu können. Mit diesen 8 Tipps unterstützen wir unseren Körper beim Kühlen:

Ständige Rücken- oder Kopfschmerzen: Ab zum Zahnarzt!

1) Lauwarm ist top!

Wir lechzen nach Eiskaltem - warum eigentlich?

Zimmerwarmes Mineralwasser und lauwarmer Tee sind nicht gerade die Getränke, nach denen wir lechzen, wenn die Sonne vom Himmel brennt - da wäre uns eine eiswürfelklirrende Schorle viel lieber. Trotzdem: Von den Wüstenbewohnern wissen wir, dass kalte Getränke nicht ideal bei Hitze sind. Denn sie regen den Körper zur Wärmeproduktion an, wir schwitzen noch mehr - und verlieren noch schneller Flüssigkeit.

Ideal sind lauwarme Getränke, die uns ganz dezent zum Schwitzen bringen. Dadurch wird der Körper gekühlt, ohne dass wir Kreislaufprobleme bekommen.

2) Was gibt's zu trinken?

Am besten sind Mineralwasser und Kräuter- oder Früchtetees. Pfefferminz-, Melissen- und Hibiskustee wirken kühlend, grüner Tee liefert Mineralstoffe auf und Salbeitee wirkt starkem Schwitzen entgegen.

Wer ausgeschwitzte Mineralstoffe nicht rechtzeitig ersetzt, bekommt Kreislaufprobleme - besonders Frauen, die tendenziell mit einem niedrigeren Blutdruck ausgestattet sind als Männer. Daher ist Mineralwasser ideal, das mindestens 200 Milligramm Natrium und 50 Milligramm Magnesium enthält. Denn beim Schwitzen gehen dem Körper Kochsalz, Magnesium, Natrium, Kalium, Magnesium und Zink verloren. Leitungswasser ist eher mineralstoffarm. Elektrolyte können aber auch durch salziges Essen wie Gemüsebrühe oder Salzstangen ersetzt werden.

3) Und was besser nicht?

In Tropennächten, wie wir sie in diesen Tagen erwarten, ist es toll, draußen Cocktails oder Weißwein zu trinken. Aber ihr habt es sicher schon schon geahnt: Alkohol ist bei Hitze nicht gut, denn er belastet den Kreislauf, fördert die Wasserausscheidung und den Mineralstoffverlust. Noch schlimmer ist die Kombi aus Zucker und Alkohol. Wer bei Hitze Alkohol trinkt, sollte zwischendurch noch mehr Wasser trinken als ohnehin schon.

Auch mit unserem geliebten Kaffee und mit Schwarztee sollten wir jetzt zurückhaltend sein - wie Alkohol sind diese Getränke Genussmittel und keine Durstlöscher. Koffein erhöht den Puls und wirkt schweißtreibend. Klar, dass wir auf Kaffee trotzdem nicht ganz verzichten wollen - aber bei Hitze ist es umso wichtiger, dass wir ein Glas Wasser dazu trinken.

4) Wie viel müssen wir trinken?

Ein Erwachsener verliert an einem normalen Tag bis zu zwei Liter Flüssigkeit - an heißen Tagen manchmal dreimal so viel. Der Flüssigkeitsverlust kann zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindel, Muskelkrämpfen und Verdauungsproblemen führen. Bei Hitze sollten wir zwei bis drei Liter trinken - selbst wenn wir keinen Durst haben. Die Flüssigkeitszufuhr können wir zusätzlich über wasserhaltige Lebensmittel erhöhen: mit Melone, Gurke und Salat.

5) Und wann?

Man sollte trinken, bevor der Durst kommt, denn Durst ist ein Warnsignal für fehlende Flüssigkeit im Körper. Schnell große Mengen in sich hineinzuschütten, bringt aber nichts, da der Darm höchstens einen Liter in der Stunde aufnehmen kann. Besser, man trinkt gleichmäßig über den Tag verteilt.

6) Eiswürfel? Ab auf die Haut!

Eine kleine Abreibung mit Eiswürfeln ist mehr als nur cool: Sie trainiert die Gefäße, strafft das Gewebe leicht und ist daher ideal für Dekolleté und Oberschenkel. Damit die Haut keinen Kälteschock bekommt und wir schön frisch bleiben: mit einem Würfel nur kurz drüberfahren oder mehrere Würfel mit einem Waschlappen umwickeln.

7) Und in der Dusche?

Kalt duschen ist bei Hitze keine gute Idee. Das kalte Wasser kurbelt die Durchblutung an und wir schwitzen erst recht. Wie beim Trinken ist auch beim Duschen lauwarmes Wasser am besten, damit sich der Körper abkühlt, ohne eine Gegenreaktionen zu entwickeln.

8) Der "kneipp'sche Espresso"

Für die Erfrischung zwischendurch sorgt ein kaltes Armbad, auch "kneipp'scher Espresso" genannt - garantiert koffeinfrei. Dazu die Arme 20 bis 30 Sekunden in ein Waschbecken mit kaltem Wasser tauchen und leicht hin und her bewegen. An der Luft trocknen lassen.

Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.