Sonnenbrand: Dauer und Behandlungstipps

Habe ich nur einen leichten oder einen schweren Sonnenbrand? Wovon hängt die Sonnenbrand-Dauer ab und was hilft gegen Beschwerden? Hier erfährst du mehr!

Sonnenbrand: Dauer je nach Schweregrad

Die Sonnenbrand-Dauer ist vor allem davon abhängig, wie schwerwiegend die Verbrennungen sind. Etwa vier bis acht Stunden nach dem Sonnenbaden zeigen sich in der Regel die ersten Symptome. 24 bis 36 Stunden nach der UV-Strahlung durch die Sonne sind die Beschwerden am schlimmsten. Je nachdem wie schwer der Sonnenbrand ist, klingen die Symptome dann meist eine bis zwei Wochen später wieder ab.

Woher weiß ich, wie schwer mein Sonnenbrand ist?

Sonnenbrand wird in drei verschiedene Grade eingeteilt, die unterschiedliche Symptome haben und auch bestimmen, ob Sonnenbrand-Hausmittel die Beschwerden lindern können oder ob ein Arzt die Verbrennungen behandeln muss, z. B. wegen einem Sonnenstich. So unterscheidet man die Schweregrade nach der jeweiligen Entzündung der Haut:

  • Sonnenbrand 1. Grades: Bei leichten Verbrennungen ist die Haut gerötet, spannt, juckt, überwärmt und manchmal etwas geschwollen. Berührungen verursachen zudem oft Schmerzen. Diese Art von Sonnenbrand kann man mit Hausmitteln oder After-Sun-Lotion meist gut behandeln. Es ist sinnvoll, die Haut zu kühlen – das kann die Sonnenbrand-Dauer vermindern. Erwachsene können ein bis zwei Stunden die verbrannten Hautstellen kühlen, Kinder und Babys deutlich kürzer, da sie schneller unterkühlen. Nach spätestens einer Woche sollten die Beschwerden abgeklungen sein.
  • Sonnenbrand 2. Grades: Die Haut schält sich, neben einer Rötung bilden sich Blasen. Diese sollten von einem Arzt fachgerecht aufgestochen werden, damit die enthaltene Flüssigkeit ablaufen kann. Keinesfalls sollte man sie selbst aufstechen – sonst kann es zu Infektionen kommen. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis diese Art von Sonnenbrand abgeklungen ist.
  • Sonnenbrand 3. Grades: Der stärkste Sonnenbrand gleicht einer schweren Verbrennung, bei der die obersten Hautschichten zerstört sind – die Haut löst sich ab. Auch hier treten Blasen auf, der Sonnenbrand schmerzt auch ohne Berührung. Oft bleiben Narben zurück. Neben den klassischen Symptomen können auch Übelkeit und Fieber entstehen. Dieser Sonnenbrand sollte unbedingt von einem Arzt behandelt werden, je nach Größe der Verbrennungen kann sogar eine Behandlung im Krankenhaus notwendig werden. Die Sonnenbrand-Dauer kann hier bis zu sechs Wochen betragen.

Tipps bei Sonnenbrand

Generell sollte man Sonnenbrand am besten vorbeugen – denn jeder Sonnenbrand kann das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Wie man Sonnenbrand vorbeugen kann, verraten wir hier. Wie lange wir ohne Schutz in der Sonne sein können, hängt in erster Linie von unserem Hauttyp ab: 

  • Hauttyp I: Sehr helle Haut, oft mit Sommersprossen, rötliche bis blonde Haare, blaue oder grüne Augen. Dieser Hauttyp kann sich nur fünf bis zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne aufhalten, ohne Sonnenbrand zu riskieren.
  • Typ II: Helle Haut, blonde bis dunkelblonde Haare, blaue oder grüne Augen. Hier sollte man sich ohne Schutz gegen Sonnenbrand maximal zehn bis 20 Minuten in der Sonne aufhalten.
  • Typ III: Etwas dunklerer Teint, dunkelblonde bis braune Haare, oft braune Augen. Nach 20 bis 30 Minuten sollten sich Menschen mit diesem Typ eincremen oder in den Schatten gehen.
  • Typ IV: Bräunliche bis schwarze Haut, dunkelbraunes bis schwarzes Haar, braune oder schwarze Augen. 30 bis 40 Minuten können die betroffenen Menschen dieses Typs die Sonne ohne Schutz genießen.

Anhand der Typenbestimmung lässt sich auch festlegen, wie hoch der benötigte Lichtschutzfaktor ist.

Um sich ohne Sorge in der Sonne aufhalten und Sonnenbrand vorbeugen zu können, ist die Verwendung von Sonnencreme unerlässlich – und der Schutz sollte regelmäßig erneuert werden. Außerdem ist es wichtig, empfindliche Körperstellen zu schützen, die man nur schlecht eincremen kann – zum Beispiel die Kopfhaut, indem man einen Hut trägt. Wer ganz sicher gehen will, der trägt über dem Bikini ein leichtes T-Shirt – Kleidung schützt gut vor UV-Strahlung. Wer im Wasser war, sollte sich nach dem Abtrocknen direkt wieder eincremen. 

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