Steinklee: Anwendung und Wirkung

Steinklee wächst in Europa und Asien und das bevorzugt an Weg- und Äckerrändern. Was die duftende Pflanze zur Heilpflanze macht und für welche Anwendungsgebiete sie genutzt wird, erfährst du hier.  

Wirkung von Steinklee - Das kann das Kraut

Der Echte bzw. der Gelbe Steinklee (Melilotus officinalis) enthält die Inhaltsstoffe Flavonoide, Melilotosid, Saponine und Cumarin (das einige vermutlich aus dem Cassia-Zimt kennen). Als Arzneimittel wird das Steinkleekraut (Meliloti herba), der obere Teil des Steinklees, verwendet, dazu zählen die Blätter sowie die blühenden Zweige. Es wirkt entzündungshemmend, krampflösend und schützt das Gewebe vor Wasseransammlungen. Zudem fördert Steinklee den Rückstrom des Blutes Richtung Herz.

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Steinklee – Anwendungsgebiete und Nebenwirkungen

Steinklee, manchmal auch Honigklee genannt, wird innerlich bei folgenden Beschwerden angewandt:

  • Venenschwäche
  • Venenentzündung
  • Nächtliche Wadenkrämpfe
  • Schweregefühl in den Beinen
  • Hämorrhoiden
  • Lymphstau

Die äußerliche Anwendung ist möglich bei:

  • Verstauchungen
  • Prellungen
  • Oberflächlichen Blutergüssen

Steinklee gilt generell als gut verträglich, in einigen Fällen können Magenbeschwerden auftreten.

Steinklee – Anwendung und Hinweise

Steinklee ist z. B. als Trockenextrakt in Tabletten- und Kapselform, als Salbe oder als homöopathische sogenannte Urtinktur in Tropfen erhältlich. Steinkleekraut lässt sich auch in getrockneter Form als Tee zubereiten, allerdings wird dieser wegen des schwankenden Gehaltes an Cumarin nicht empfohlen. Stattdessen empfiehlt das Fachmagazin PTAheute.de standardisierte Extraktpräparate zu bevorzugen bzw. einen Breiumschlag aus dem Kraut anzuwenden. Steinklee kann zum Beispiel auch in Form von Pflastern, Kräuterkissen und Auflagen verwendet werden.  

Der Inhaltsstoff Cumarin ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn er ist in hohen Dosen schädlich. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann Cumarin – in der Medizin eingesetzt – bei empfindlichen Personen schon in kleinen Mengen Leberschäden verursachen, allerdings bleiben diese nur über die Zeit der Einnahme. Und: Für Lebensmittel gibt es seit 2011 neue festgelegte Höchstwerte für Cumarin.

Wer eine Lebererkrankung in der Krankengeschichte hat, schwanger ist oder sich in der Stillzeit befindet, sollte auf Steinklee verzichten. Zudem sollte es nicht gleichzeitig mit gerinnungshemmenden Wirkstoffen eingenommen werden!

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