Stiftung Warentest: Welche Schmerzmittel für welche Beschwerden?

Wer Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden oder Fieber hat, greift gerne mal zu rezeptfreien Schmerzmitteln. Doch welche sind überhaupt für welche Beschwerden geeignet? Stiftung Warentest klärt auf!

Schmerzmittel sind für viele Menschen hierzulande ein ständiger Begleiter, immerhin zählen Kopfschmerzen und Rückenbeschwerden zu den Volkskrankheiten schlechthin. Stiftung Warentext hat die Mittel unter die Lupe genommen und die meisten als geeignet bewertet. Es gibt jedoch auch Ausnahmen und Kombinationen, von denen abzuraten ist.

Welche Wirkstoffe gibt es?

Rezeptfreie Schmerzmittel enthalten fünf verschiedene Wirkstoffe: Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen, Acetylsalizylsäure (ASS, zum Beispiel in Aspirin enthalten) und Paracetamol. Die ersten vier Wirkstoffe haben einen ähnlichen Effekt und sind für Schmerzen in leichter Form vorgesehen. Sie alle lindern die Schmerzen an ihrem Ausgangspunkt, den Nervenenden. Paracetamol entfaltet den Wirkstoff erst im Rückenmark und im Gehirn.

Achtung, Nebenwirkungen!

Wie die Stiftung-Warentest-Studie herausgefunden hat, sind insbesondere Kombiprodukte, die mehrere schmerzlindernde Wirkstoffe beinhalten, mit unterschiedlichen Nebenwirkungen behaftet. Bei längerer Einnahme können sie Leber-, Magen- und Nierenschäden verursachen – und die Schmerzen sogar selbst auslösen. Aus diesem Grund sollten Schmerzmittel nicht länger als vier Tage am Stück eingenommen werden. Auch Präparate mit Koffein sind nicht zu empfehlen, da die belebende Wirkung dazu führen kann, dass man dem eigentlich erkrankten Körper zu viel zumutet.

Welches Mittel hilft gegen welche Schmerzen?

Paracetamol sollte bei leichten bis mittleren Schmerzen eingenommen werden. Es senkt Fieber, ist allerdings nicht für Menschen mit Leberleiden geeignet.

Ibuprofen ist ebenfalls bei leichten bis mittleren Schmerzen in geringen Dosen und kurzfristig geeignet. Es hemmt Entzündungen und senkt Fieber. Wer Kopf-, Glieder-, Gelenk-, Zahn- und Regelschmerzen hat, darf diese Tabletten einnehmen. Bloß nicht: Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel sollten nicht zu diesem Schmerzmittel greifen.

Diclofenac ist ebenfalls entzündungshemmend und fiebersenkend. Es eignet sich vor allem bei leichten Sportverletzungen oder Gelenkschmerzen und sollte nur kurzfristig und in geringer Dosis verwendet werden. Kinder unter 14 Jahren und Schwangere sollten sich jedoch ein anderes Mittel der Wahl besorgen.

Acetylsalizylsäure (ASS) hilft bei leichten und mäßigen Schmerzen – und ist in niedriger Dosis als Blutverdünner geeignet. Es senkt Fieber und hemmt Entzündungen. Auch hier gilt: Kinder unter 12 Jahren und Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel sollten nicht zu diesem rezeptfreien Schmerzmittel greifen.

Naproxen wirkt ebenfalls bei Fieber und Entzündungen. Geeignet ist es für Kopf-, Regel-, Wund-, Gelenk- und Zahnschmerzen. Nicht geeignet ist es hingegen für Kinder unter 12 Jahren und Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel.

jg
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