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Studie Wenn wir diese Gewohnheiten ändern, leben wir bis zu 23 Jahre länger

Gewohnheiten ändern: Drei Frauen haben Spaß am Pool
Gewohnheiten zu ändern, kann einen großen Effekt auf die Lebenszeit haben. 
© Yakobchuk Olena / Adobe Stock
Kaum zu glauben – Forscher:innen haben herausgefunden, wie sich acht Gewohnheiten auf unsere Lebensdauer auswirken. Das Ergebnis ist ziemlich überraschend und zeigt, wie wir mit kleinen Veränderungen kostbare Lebenszeit gewinnen könnten. 

Viele Menschen träumen von einem möglichst langen Leben. Um das zu erreichen, lohnt es sich, einen genauen Blick auf konkrete Gewohnheiten zu richten. Das zumindest haben neue Forschungsergebnisse aufgezeigt. Das Überraschende an der Studie: bereits kleine Veränderungen des Lebensstils können eine große Auswirkung auf die Lebensdauer haben. 

Auf der internationalen Konferenz "Nutrition 2023" in Boston wurde die Langzeitstudie vorgestellt, die gerade viele überrascht. Dabei untersuchte ein Forschungsteam unter der Leitung von Xuan-Mai T. Nguyen von der University of Illinois ehemalige Angehörige des US-amerikanischen Militärs. Sie analysierten die Daten von insgesamt 700.000 Menschen im Alter von 40 bis 99 Jahren.

Diese Daten wurden von 2011 bis 2019 aus dem Million Veteran Program, einem nationalen Forschungsprogramm der USA erhoben. Es untersucht, wie sich Gene, Lebensstil und militärische Erfahrungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von ehemaligen Militärangehörigen auswirken. Die Forschenden konzentrierten sich bei der Studie und der Datenaufhebung auf acht besondere Lebensstil-Faktoren

Folgende Kriterien sind entscheidend für eine verlängernde Lebensdauer: 

  1. Körperlich aktiv zu sein
  2. gut mit Stress umgehen zu können
  3. sich gut zu ernähren
  4. nicht unmäßig Alkohol zu trinken
  5. gut und regelmäßig zu schlafen
  6. nicht von Opioid-Schmerzmitteln abhängig zu sein
  7. positive soziale Beziehungen zu pflegen
  8. nicht zu rauchen

Und scheinbar waren sogar die Forscher:innen beeindruckt von dem Ergebnis, wie Nguyen in einer Mitteilung der American Society for Nutrition beschreibt: "Wir waren wirklich überrascht, wie viel man mit der Einführung von einem, zwei, drei oder allen acht Lebensstilfaktoren gewinnen konnte". 

Welche sind die Hauptrisikofaktoren? 

Innerhalb der gesamten Studienzeit fand das Team heraus, dass geringe körperliche Aktivität, die Abhängigkeit von Opioid-Schmerzmitteln und Rauchen das Sterberisiko zu erhöhen – jeweils um 30 bis 45 Prozent! Schlechter Umgang mit Stress, hoher Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und schlechte Schlafhygiene erhöhen das Sterberisiko hingegen um jeweils rund 20 Prozent. Mangel an guten sozialen Kontakten nur um fünf Prozent. 

Eine beruhigende und positive Erkenntnis der Forscher:innen ist die Tatsache, dass es nie zu spät sei, den eigenen Lebensstil zu verändern und zu verbessern. Auch im höheren Alter könne dies die Lebenserwartung verlängern. "Je früher, desto besser, aber selbst, wenn Sie mit 40, 50 oder 60 nur eine kleine Änderung vornehmen, ist es immer noch von Vorteil", erklärt Nguyen. 

Gewohnheiten, die das Krebsrisiko erhöhen könnten

Logischerweise spielen Krebserkrankungen bei der Lebensdauer eine große Rolle. Alkohol, geringe körperliche Aktivität, ungesunde Ernährung, Übergewicht, rotes und verarbeitetes Fleisch, zuckerhaltige Getränke, Tabakkonsum und UV-Strahlen erhöhen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken und somit die Lebenszeit zu senken. Trotzdem können wir versuchen, mit anderen Gewohnheiten gegenzusteuern. Denn auch die Lebenseinstellung sollte nicht unterschätzt werden. 

Eine wichtige weitere Gewohnheit: das richtige Mindset ans Leben! 

Seit vielen Jahren beschäftigten sich Wissenschaftler:innen weltweit mit dem Thema, wie wir Menschen  können. Dabei fand Prof. Susanne Wurm, Leiterin der Abteilung für Präventionsforschung und Sozialmedizin am Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald in einer Studie heraus, dass schon allein die Einstellung an das Leben und das Älterwerden uns länger leben lässt. Das Ergebnis: Das Mindset und die physische Fitness spielen gleichermaßen eine große Rolle. Wer persönliche Ziele und Pläne habe, könne bis zu 13 Jahre länger leben. 

Ernährung ist das A und O

Und auch mit der richtigen Ernährung können wir einiges bewirken, wenn wir länger leben möchten. Eine norwegische Studie aus dem Jahr 2022 ergab, dass wir bis zu 13 Jahre länger können, wenn wir uns . Untersucht wurde die Auswirkung auf die Lebensdauer einer pflanzenbasierten Ernährungsweise. Und auch hier sei eine Umstellung der Essgewohnheiten im hohen Alter noch lohnenswert, heißt es im Studienbericht, um das Leben um einige Jahre verlängern zu können.

Fazit: Wir sehen anhand diverser Studien, dass wir teilweise den Hebel selbst in der Hand haben – für ein langes Leben! Klar, das Schicksal spiel auch eine große Rolle, aber im Prinzip können wir viel an Lebenszeit gewinnen, wenn wir manche Gewohnheiten verändern.

Verwendete Quellen: nutrition2023.eventscribe.net, psycnet.apa.org, n-tv.de

Brigitte

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