Warum Hausarbeit krank machen kann

Dass Hausarbeit unsere Nerven strapaziert, wussten wir ja schon immer. Eine Studie zeigt jetzt: Sie kann unter Umständen sogar gesundheitsschädlich sein.

Studie zeigt: Hausarbeit macht krank

Wie das "Ohio State University’s College of Public Health" jetzt in einer Studie zum Thema "Überstunden und Gesundheit" herausgefunden hat, macht zu viel Arbeit krank. Das Neue daran: Die Experten verweisen dabei explizit auf jene Arbeit, die ihr in der Woche nach dem Feierabend verrichtet. Frauen, die neben dem Job Hausarbeit erledigen müssen, haben demnach ein dreifach erhöhtes Risiko, an chronischen Krankheiten, wie Diabetes, Herzbeschwerden, Krebs, Arthritis, Depressionen und Bluthochdruck zu erkranken.

Gefährdet seien insbesondere die Frauen, die über einen Zeitraum von 30 Jahren rund 60 Stunden und mehr die Woche arbeiten. Frauen, die sich "nur" 30 bis 40 Stunden pro Woche Job und Hausarbeit widmen, hätten ein niedrigeres Risiko, an diesen Krankheiten zu leiden. Übrigens: Bei Männern, die rund 60 Stunden pro Woche arbeiten, tritt das erhöhte Risiko nicht auf, sind sich die Forscher sicher.

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Warum sind Frauen anfälliger für Krankheiten?

Die Studie des Forscherteams beruft sich auf Daten des "National Longitudinal Survey of Youth", das sich über mehr als 30 Jahre detailliert mit dem Arbeitsleben von 7.500 Amerikanern beschäftigte. Neben der Arbeitsbelastung wurden die Teilnehmer, die zwischen 1957 und 1964 geboren wurde, über ihren Gesundheitszustand befragt. Frauen mit Doppelbelastung wiesen dementsprechend ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten auf.

Universitätsprofessor Allard Dembe betonte gegenüber "Huffington Post": "Ich vermute, dass Frauen, die jetzt in den 50ern und 60ern sind, gesundheitlich mit den Nachwirkungen aus den Jahren zu kämpfen haben, in denen sie sich sprichwörtlich den Arsch abgearbeitet haben." Das Fazit des Professors: Hausarbeit sei nicht nur nervtötend, sondern auch gesundheitsschädigend.

jg
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