Symbioselenkung

Manchmal machen sie uns krank. Doch ohne sie können wir nicht leben: Abertausende verschiedener Bakterien siedeln in unserem Darm.

Jede Art ist zu etwas nütze. Alle Bakterien zusammen verhindern, dass sich schädliche Keime in der Darmflora ansiedeln. Doch die mikroskopisch kleinen Lebewesen können diese wichtige Aufgabe nur erfüllen, solange keine Art überhand nimmt.

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Doch das kann schnell passieren: Einseitige oder falsche Ernährung, krankmachender Stress, häufige Erkältungen, innere Pilze, chronische Krankheiten, Abführmittel einer dieser Faktoren genügt, um das empfindliche Gleichgewicht im Darm durcheinanderzubringen. Auch durch häufiges Einnehmen von Antibiotika gegen Infektionskrankheiten kann es gestört werden. Dann wird das nützliche Miteinander der Darmbakterien (Symbiose) zum schädlichen Gegeneinander (Dysbiose). Der Mensch reagiert mit Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder ständigem Völlegefühl.

Wie funktioniert Symbioselenkung?

Die Präparate zur Symbioselenkung - Magnesium-Peroxid, pflanzliche Bitterstoffe, Milchzucker (für Allergiker auf Sojabasis), Kamillenextrakt, Medikamente gegen Pilzbefall, natürliche Kolibakterien (Darmflora, Symbioflor) u. a. - sollen das gesunde Gleichgewicht wiederherstellen. Welche Substanzen in welcher Menge verabreicht werden, richtet sich nach der individuellen Störung. Die Behandlung ist langwierig; sie kann bis zu einem halben Jahr dauern.

Medizinische Diäten und Heilfasten können den Erfolg der Präparate verstärken. Gefährliche Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Sie dürfen jedoch nur nach gründlicher Untersuchung und Diagnose verordnet werden.

Eine Symbioselenkung kann nur dann dauerhaften Erfolg haben, wenn man die Ernährung auf Vollwertkost umstellt, weitgehend auf Zucker verzichtet und krankmachenden Streß möglichst reduziert.

Obwohl viele Fachleute die Symbioselenkung inzwischen als seriöses Verfahren anerkennen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel lediglich die Kosten für die ärztliche Untersuchung und Beratung. Behandlung und Medikamente werden nur in Ausnahmefällen bezahlt.

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