Thrombose im Arm erkennen und behandeln

Eine Thrombose im Arm kommt seltener vor als im Bein, kann aber auch gefährlich werden. Hier erfährst du, woran du eine Armthrombose erkennst und was hilft.

Was ist eine Thrombose im Arm?

Während die meisten Menschen von einer Thrombose im Bein schon einmal gehört haben, ist die Thrombose im Arm deutlich unbekannter – sicher auch, weil sie im Vergleich wesentlich seltener auftritt. Trotzdem kann es auch in den Venen des Arms zu einem gefährlichen Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel kommen. Typische Symptome sind z. B. Schwellungen des Arms und der Hand sowie sichtbar hervortretende Venen. Eine Thrombose ist gefährlich, weil sich der Thrombus lösen, über den Blutkreislauf durch den Körper wandern und so andere Gefäße verstopfen kann – zum Beispiel die der Lunge, wodurch es zur lebensgefährlichen Lungenembolie kommen kann.

Ursachen und Risikofaktoren: Wie entsteht eine Thrombose im Arm?

Wie bei der Venenthrombose in den Beinen entsteht auch eine Thrombose im Arm meist durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Neben einer erblichen Veranlagung für Gerinnungsstörungen können folgende Ursachen das Risiko für die sogenannte oberflächliche Venenthrombose erhöhen:

  • Verletzungen der Vene, zum Beispiel durch eine Spritze, wenn Blut abgenommen wird. Bei einer Thrombose im Arm ist das die häufigste der Ursachen.
  • Krampfadern, denn sie verlangsamen den Blutstrom und fördern Entzündungen und Verklumpungen.
  • Einschnürungen, z. B. durch zu enge Kleidung.

Übrigens: Frauen leiden häufiger an Beschwerden der Venen, daher machen sie einen Großteil der Patienten bei einer Thrombose aus.

Symptome einer Thrombose im Arm

Folgende Thrombose-Anzeichen können im Arm auftreten:

  • Schwellungen am Arm und an der Hand
  • Auffallende Überwärmung des Arms
  • Schmerzen bei Bewegungen und wenn Druck ausgeübt wird
  • Venen treten bläulich hervor
  • Arm ist teilweise rötlich-lila verfärbt

Behandlung: Was tun bei einer Venenthrombose im Arm? 

Bei Verdacht auf eine Thrombose im Arm oder im Bein sollte die betroffene Körperpartie hochgelagert  und ruhig gehalten werden, um den Blutfluss zu verbessern. Dann sollte ein straffer, aber nicht einschnürender Kompressionsverband angelegt werden, der über den Ort der Thrombose hinausgeht. Ist also beispielsweise der Unterarm betroffen, sollte der Verband bis über das Ellbogengelenk angelegt werden. Es muss unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. 

Bestimmte Medikamente sollen verhindern, dass der Thrombus weiter wächst oder sich löst. Im besten Fall hilft die medikamentöse Behandlung dem Körper sogar dabei, das Blutgerinnsel abzubauen. Häufig wird dafür das Medikament Heparin verwendet – dieses hemmt die Blutgerinnung. Patienten müssen anschließend bis zu sechs Monate in der sogenannten Erhaltungstherapie weitere Medikamente einnehmen, um die Entstehung einer weiteren Thrombose zu vermeiden. 

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