Tinnitus-Behandlung: Bye Bye Ohrgeräusche

Durch eine Tinnitus-Behandlung verschwinden die Ohrgeräusche oft wieder oder werden wenigstens weniger. Wir verraten, wie du den Tinnitus loswerden kannst!

Was ist überhaupt ein Tinnitus?

Bei einem Tinnitus handelt es sich um Ohrgeräusche, die beispielsweise summend, klopfend oder piepend sein können und von betroffenen Patienten als sehr störend empfunden werden. Ein Tinnitus kann akut oder chronisch sein: Die akute Variante verschwindet oft vollständig, wenn die Ursachen der Ohrgeräusche behandelt wurden. Bei einem chronischen Tinnitus zielt die Therapie auf eine Verminderung der störenden Ohrgeräusche ab beziehungsweise darauf, die Wahrnehmung des Patienten zu verändern. Wichtig: Bei jedem Tinnitus sollte ebenso wie beim Hörsturz unbedingt unverzüglich der HNO-Arzt aufgesucht werden – je nach Ursache kann es sonst passieren, dass aus einem akuten Problem ein chronisches wird.

Ursachen eines Tinnitus

Ein Tinnitus kann aus vielen verschiedenen Gründen entstehen. Dazu zählen vor allem:

  • Stress / emotionale Belastung
  • Hörsturz
  • Lärm
  • Entzündung des Mittel- oder Innenohrs
  • Verletzungen im Ohr
  • Ohrenschmalz
  • Fremdkörper im Ohr
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des zentralen Nervensystems oder des Stoffwechsels 
  • Störungen des Hormonhaushalts
  • Bestimmte Medikamente
  • Arterienverkalkung
  • Ohrendruck

Seltene Ursachen für Tinnitus

In seltenen Fällen lässt sich ein Tinnitus auch auf Zahn- oder Kieferprobleme oder auf Funktionsstörungen der Halswirbelsäule zurückführen.

Tinnitus-Behandlung: So wirst du das Piepen los

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Tinnitus-Behandlung, die sich vor allem daran orientieren, ob ein akuter oder ein chronischer Tinnitus vorliegt. Als chronisch gilt der Tinnitus, wenn er länger als drei Monate am Stück anhält. Oft sind die Beschwerden aber nur temporär, je nach Auslöser verschwinden sie sogar meist innerhalb von 20 Minuten. Folgende Möglichkeiten der Therapie gibt es bei Tinnitus:

Akuter Tinnitus: Das hilft

Damit der akute Tinnitus nicht chronisch wird, ist eine zeitnahe Behandlung mit Medikamenten oft unerlässlich. Zusätzlich helfen folgende Methoden bei einem chronischen Tinnitus:

  • Lärmquellen entfernen (wenn Lärm die Ursache war)
  • "Tinnitus-Counseling", d. h. der Patient wird über die Krankheit aufgeklärt und erhält ein Bewältigungstraining, um das Piepen im Ohr möglichst auszublenden
  • Erlernen von Entspannungsverfahren wie Yoga oder autogenem Training (wenn Stress die Ursache war)

Chronischer Tinnitus: So kriegst du ihn in den Griff

Folgende Möglichkeiten der chronischen Tinnitus-Behandlung gibt es:

  • Medikamente
  • Tinnitus-Counseling
  • Akustische Stimulation
  • Gehirnstimultion
  • Verhaltenstherapie, z. B. kognitive Verhaltenstherapie
  • Spezielle Hörgeräte

Was ist die Tinnitus-Retraining-Therapie?

Die Tinnitus-Retraining-Therapie ("TRT") ist eine spezielle Therapiemethode, mit der Betroffene lernen sollen, die Ohrgeräusche aus der eigenen Wahrnehmung zu verdrängen. Oft ist die TRT ein Teil der Therapie bei Tinnitus und kommt zum Beispiel zusätzlich zur Verhaltenstherapie zum Einsatz. Hier sprechen sich der Arzt und der Therapeut für die Behandlung ab.

Frau zeigt auf Ohr

Weitere Tipps bei Tinnitus

Jeder Patient mit chronischem Tinnitus kann auch selbst dazu beitragen, mit seinen Ohrgeräuschen gut zu leben. Folgende Tipps helfen dabei:

  • Völlige Stille meiden: Klingt im ersten Moment seltsam, aber bei einem Tinnitus sollten Betroffene sich niemals in einer völlig ruhigen Umgebung befinden – denn dann fallen die Ohrgeräusche erst richtig auf und können kaum noch ignoriert werden. Zuhause hilft beispielsweise leise Musik im Hintergrund oder das Plätschern eines Naturbrunnens.
  • Entspannen: Am besten lebt es sich mit einem Tinnitus, wenn man dessen Anwesenheit akzeptiert und ihn nicht als bedrohlich einstuft – denn dann verankert er sich eher im Bewusstsein.

Und jetzt, wo du alles über den Tinnitus weißt, noch ein paar Lese-Tipps: In diesen Artikeln verraten wir alles über Ohrenschmerzen, was bei Druck auf den Ohren hilft, was Rauschen im Ohr bedeutet und welche Mittelohrentzündung-Symptome du kennen solltest. Und hier erklären wir, was Misophonie ist.

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