6 (vermeintlich) gesunde Angewohnheiten, die euch krank machen

Dass Rauchen und Trinken ungesunde Angewohnheiten sind, ist allgemein bekannt. Bei anderen Verhaltensmustern ist das nicht ganz so offensichtlich. Im Gegenteil: Sie gelten als gesund.

1. Hartes Training

An zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche hat niemand etwas auszusetzen. Sport ist toll für den Körper, stärkt das Immunsystem und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Wer es jedoch mit dem Trainieren übertreibt, steigert das Risiko für ernste Erkrankungen. Die Muskeln brauchen ihre Zeit, um sich nach dem Work-out zu regenerieren. Ihr trainiert einfach weiter? Dann müsst ihr damit rechnen, dass eure Knochen "verschleißen" und euer Immunsystem geschwächt wird. Denn wenn der Körper in einer Art Dauerstress ist, verkümmern bestehende Abwehrzellen, was es Bakterien und Viren leichter macht, in den Organismus einzudringen.

2. Frühstück auslassen

Ihr lasst das Frühstück aus, um abzunehmen oder ungesunde Snacks zu vermeiden? Dann lasst euch gesagt sein, dass ihr eurem Körper mit dieser vermeintlich gesunden Angewohnheit nichts Gutes tut. Im Gegenteil: Das Frühstück ist nicht nur die wichtigste Mahlzeit des Tages, sondern weckt auch Appetit auf gesundes Essen und dämpft Heißhungerattacken. Außerdem bringt es euren Stoffwechsel in Schwung. Wie eine Studie von Harvard-Wissenschaftlern 2013 herausfand, kann der Verzicht der ersten Tagesmahlzeit zudem das Risiko für Herz-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes steigern.

3. Sich bräunen

Ihr wisst vermutlich alle, dass es nicht gesund ist, euch ohne Sonnencreme stundenlang in die Sonne zu legen. Ein bisschen bräunen am Strand ist doch aber okay, oder? Immerhin sieht die Haut nach dem Sonnenbad doch ganz gesund und rosig aus. Nein, denn Fakt ist: Jede "ungeschützte" Minute in der prallen Sonne kann eure Hautzellen aktiv verbrennen und dazu beitragen, dass ihr Hautkrebs bekommt. Das Gleiche gilt im Übrigen auch fürs Solarium! Wie Experten ermittelten, haben Sonnenstudio-Geher ein 20 Prozent höheres Krebsrisiko als Sonnenbank-Abstinenzler.

4. Schmerztabletten nehmen

Schmerztabletten können in Maßen ein Segen sein und zunächst einen positiven Einfluss auf den Körper haben. Wenn das Einnehmen von Tabletten jedoch zur Angewohnheit beim kleinsten Schmerzhauch wird, können sie euch krankmachen. Denn: Im schlimmsten Fall werden Kopfschmerzen von den Pillen selbst ausgelöst – was nicht selten bei Menschen mit chronischen Schmerzen passiert. Darüber hinaus können Ibuprofen, Aspirin und Paracetamol negative Auswirkungen auf den Magen und die Leber haben.

5. Zu viel trinken

Die meisten Frauen haben Probleme damit, genug zu trinken, und kämpfen mit ihren zwei bis drei Litern am Tag. Denjenigen, die Wasser en masse trinken können, sei gesagt: Auch zu viel Wasser kann ungesund sein. Eine spezielle Form der Verdünnungsnatriämie entsteht, wenn das in Massen zugeführte Wasser zu wenig Salz enthält: Dadurch wird die Natriummenge im Blut stark verdünnt. Bei Marathonläufern kommt das in leichterer Form recht häufig vor, sie berichten dann von Symptomen wie bei einem Hirnödem, also Kopfschmerzen, Übelkeit und Zittern.

6. Zähne (über-)putzen

Drei Minuten – so lange sollten die Zähne im Optimalfall geputzt werden, damit sie richtig sauber werden. Und das zwei bis drei Mal am Tag. Putzt ihr länger und häufiger? Dann lasst das besser bleiben, denn zu langes Zähneputzen vergrößert das Risiko, Zahnfleisch und Zahnschmelz zu verletzen. Beim Putzen selbst sollte wenig Druck ausgeübt werden. Übrigens: Kreisende Bewegungen waren gestern, heute putzt man nach Fegetechnik – von Rot nach Weiß, also vom Zahnfleisch zum Zahn.

jg
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Dass Rauchen und Trinken ungesunde Angewohnheiten sind, ist allgemein bekannt. Bei anderen Verhaltensmustern ist das nicht ganz so offensichtlich. Im Gegenteil: Sie gelten als gesund.

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