Was hilft gegen Kater?

Kopfschmerzen, Übelkeit und Co.: Was hilft gegen Kater? Die besten Tipps für den Tag nach der Party - und wie du dem Brummschädel am besten vorbeugst.

Was hilft gegen Kater?

Katerfrühstück zu sich nehmen

Perfekt um den Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist ein deftiges Katerfrühstück. Es darf natürlich der Rollmops sein, muss es aber nicht. Ein ausgewogenes Frühstück mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen ist ein guter Start. Du kannst beherzt bei Rührei, Vollkornbrot, Obst, saurer Gurke, Heringssalat oder einer kräftigen Bouillon zugreifen. Auch salziges Essen, wie zum Beispiel Laugenbrezel, unterstützt deinen Mineralstoffgehalt. Der Körper scheidet bei Alkoholkonsum viel Magnesium aus, das kann zu Kopfschmerzen und Erschöpfung führen. Reichlich Magnesium steckt in Nüssen, Vollkornprodukten, Sonnenblumenkernen und in grünem Gemüse. Aber: Wenn dir übel ist, verzichte am besten auf das Frühstück.

Wasser trinken 

Alkohol entzieht dem Körper Wasser, er dehydriert also. Der beste Weg ist viel stilles Wasser zu trinken. Das gleicht den Mangel wieder aus und versorgt dich wieder mit Mineralstoffen. Im Idealfall trinkst du schon vor dem Schlafengehen etwas Mineralwasser.

Ingwertee zubereiten 

Ingwer ist ein bewährtes Mittel gegen Übelkeit und Schwindel. Und so bereitest du Ingwer-Tee zu: Ein Stück Ingwer schälen, in dünne Scheiben schneiden und anschließend bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten in Wasser köcheln lassen. Bei Bedarf den Tee danach durch ein Sieb geben.

Auf Kaffee und Schmerzmittel verzichten

Kaffee vertreibt zwar erst mal die Müdigkeit, doch tut dieser leider gar nichts gegen die Ursachen - sondern reizt die Magenschleimhaut zusätzlich. Das könnte auch bei Schmerzmitteln der Fall sein. Wenn es nicht ohne geht und du unter starken Kopfschmerzen leidest, greife auf Mittel mit Acetylsalicylsäure zurück (ASS / Aspirin). Allerdings kann Alkohol die Wirkung von Medikamenten verändern und eventuell unerwünschte Nebenwirkungen haben. Daher nimm diese nicht präventiv am Abend vorher ein, sondern erst, wenn du Beschwerden hast.

Sich bewegen 

Gegen den Brummschädel hilft auch ein Spaziergang an der frischen Luft. So wird der Kreislauf aktiviert und der Alkoholabbau gefördert.

Weiteren Alkohol meiden

Allen Mythen zum Trotz: Ein Konterbier bringt nicht den gewünschten Erfolg. Es führt eher zum Gegenteil und verlangsamt die Regeneration des Katers. 

So kannst du einem Kater vorbeugen

  • Ausreichend essen: Wer nicht scharf ist auf Rollmops und Co. am nächsten Tag, kann schon am Vorabend mit einem großzügigen Essen der Katerstimmung vorbeugen. Besonders gut sind fett- und eiweißreiche Mahlzeiten. Die bleiben lange im Magen, der Alkohol wird so langsamer ins Blut aufgenommen und der Alkoholspiegel steigt dadurch langsamer an. Geeignet sind zum Beispiel Salzgebäck, Nüsse, Käse oder Oliven.
  • Nicht durcheinander trinken: Bei einem Getränk bleiben, hilft den Überblick zu behalten. Auch Alkohol, der nur Ethanol enthält, führt zu weniger Symptomen am nächsten Tag - wie zum Beispiel Wodka. Getränke mit Begleitalkohol, auch Fuselalkohole genannt, lassen den Kater noch stärker ausfallen. Zu den Begleitalkoholen zählen Methanol oder Isobutanol, die zum Beispiel in Rotwein, Brandy, Whisky oder dunklem Rum enthalten sind.
  • Meiden von gesüßten alkoholischen Getränken: Der reichlich enthaltene Zucker in Bowle, Glühwein und Konsorten hemmt den Abbau von Acetaldehyd und sorgt so für einen Kater.
  • Wasser trinken: Schon während des Abends ausreichend Wasser trinken. Als Faustregel gilt: Pro Glas Alkohol ein Glas mit Wasser trinken.
  • Maß halten: Mit der Zeit entwickelt jeder ein Gefühl dafür, wie viel alkoholische Getränke einem gut tun - und welche Kopfschmerzen verursachen.

Was passiert im Körper?

Alkohol gelangt über den Verdauungstrakt in den Blutkreislauf und wird zum Gehirn transportiert und ebenso im restlichen Körper verteilt. Das führt unter anderem dazu, dass die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist. Alkohol entzieht dem Körper Wasser und hemmt damit die Ausschüttung des Hormons Vasopressin, welches den Wasserhaushalt reguliert. Durch die Hemmung kommt es zur vermehrten Ausscheidung von Wasser. Und damit werden auch Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Natrium ausgeschieden. Etwa 90 Prozent des Alkohols wird in der Leber abgebaut, dabei entsteht Acetaldehyd. Zu große Mengen davon schädigen die Zellfunktion der Leber und sind somit mitverantwortlich für die Katerstimmung.

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jd
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