Was ist Hashimoto Thyreoiditis und was hilft?

Hashimoto Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, von der besonders Frauen betroffen sind. Wir erklären, woran du die Krankheit erkennst und wie sie behandelt werden sollte.

Was ist Hashimoto Thyreoiditis?

Bei Hashimoto Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Die Schilddrüse ist dabei chronisch entzündet, da sie vom eigenen Immunsystem angegriffen wird. Hashimoto Thyreoiditis führt zu typischen Symptomen der Schilddrüsenunterfunktion, weil die Schilddrüse durch die Krankheit nicht mehr ausreichend Schilddrüsenhormone produzieren kann. Diese Hormone sind an verschiedenen Funktionen im Körper beteiligt, beispielsweise dem Stoffwechsel und der Psyche. Die Erkrankung kann anhand bestimmter Blutwerte erkannt werden.

Warum wird meine Schilddrüse krank?

Die genauen Ursachen hinter Autoimmunerkrankungen sind noch immer ungeklärt. Das Immunsystem, das eigentlich Viren und Bakterien bekämpfen soll, bildet Antikörper und greift damit körpereigenes Gewebe an – im Fall von Hashimoto Thyreoiditis die Schilddrüse. Das Organ verkümmert dadurch und kann seine Funktion nicht mehr erfüllen.

Experten vermuten, dass eine viren- oder bakterienbedingte Infektion Autoimmunerkrankungen auslösen kann. Aber auch folgende Faktoren könnten eine Rolle spielen:

  • Genetische Vorbelastung
  • Stark jodhaltige Ernährung
  • Bereits bestehende chronische Erkrankungen wie Morbus Addison und Diabetes

Welche Symptome hat die Erkrankung?

Hashimoto verläuft anfangs schmerzfrei, dann kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen, die folgende Symptome verursachen kann:

  • Schneller Gewichtsverlust
  • Herzrasen
  • Unruhe
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Muskelschwäche
  • Haarausfall

Doch die Überfunktion ist nur vorübergehend – nach einiger Zeit wird die Produktion des Schilddrüsenhormons komplett zurückgefahren, dann treten typische Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion auf. Folgende Hashimoto Symptome gibt es:

  • Schnelle Gewichtszunahme
  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Lustlosigkeit
  • Depression
  • Verdauungsstörungen
  • Trockene Haut
  • Frösteln
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Behandlung: Was kann man gegen Hashimoto Thyreoiditis tun?

Steht die Diagnose Hashimoto, verschreibt der Arzt eine künstliche Form des Schilddrüsenhormons als Tablette. Diese sollte jeden Morgen auf nüchternen Magen etwa 30 Minuten vor dem Frühstück eingenommen werden. Meist startet man mit einer niedrigen Dosis und erhöht diese nach und nach. Unter optimaler Einstellung sollte der Schilddrüsenwert TSH etwa zwischen 0,5 und 1 mIU/ml liegen.

Durch die Hormonzugabe bilden sich bei vielen Patienten die Symptome zurück. Die Autoimmunerkrankung selbst ist nicht heilbar.

Wie man sich mit einer Schilddrüsenunterfunktion fühlt, erfährst du hier: Wie mich meine Schilddrüse fast in die Depression trieb.

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