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Nachgefragt Was machen Ärzt:innen eigentlich, wenn sie selbst krank sind?

Kranke Ärzte: Arzt checkt Fieberthermometer
© Yanawut Suntornkij / Shutterstock
Auch die Halbgötter in Weiß sind nicht ihr Leben lang gesund. Aber was machen Ärzt:innen eigentlich, wenn sie selbst krank sind? Auf Reddit verraten sie es.

Sie beschäftigen sich den ganzen Tag mit den Krankheiten anderer Menschen – aber wie sensibel sind Ärzt:innen eigentlich, wenn sie selbst Krankheitssymptome haben? Und wie gehen sie damit um? Darüber diskutieren verschiedene Mediziner:innen gerade auf der Seite "Reddit". So viel sei vorab verraten: Auch Ärzt:innen können ganz schön wehleidig sein!

Das tun Ärzt:innen, wenn sie sich krank fühlen

1. Zuhause bleiben

"Eine Freundin von mir arbeitet als Ärztin und diagnostiziert sich immer selbst. Und sie meldet sich auch krank, weil sie andere nicht anstecken will. Ihre Kollegen halten das genauso und verstehen sie."

2. Zu einer/m anderen Ärzt:inen gehen

"Ich bin Urologe. Beim Rasieren bemerkte ich einmal einen Knoten "da unten" und wusste sofort, worum es sich handelte und dass es entfernt werden musste. Es war unheimlich, wie schnell das Ding gewachsen war: An einem Tag spürst du bloß eine kleine Verhärtung und am nächsten schon einen ganzen Knoten. Einen Tag später ging ich zum Ultraschall, wo der Tumor bestätigt wurde, am übernächsten Tag operierte mein eigener Chef ihn heraus."

3. Stur stellen

"Ich jammere meiner Frau, die auch Ärztin ist, die Ohren zu. Und dann verweigere ich jedes Medikament, das sie mir anbietet."

4. Das Schlimmste erwarten

"Ich bin Notarzt – meine Spezialität ist es, dass ich immer vom schlimmsten Fall ausgehe und versuche, wirklich nichts zu übersehen, wenn ich meine Patienten untersuche. Wenn es um mich selbst geht, mache ich das leider auch so."

5. Einfach mal die Computertomographie anschmeißen

"Mein Vater ist Radiologe. Er litt an über Monate an Kurzatmigkeit und Engegefühlen in der Brust, die immer schlimmer wurden. Eines Tages fertigte er eine Computertomographie von selbst an, nachdem die Klinik geschlossen hatte und wertete dann den Bericht aus. Fast alle Lymphknoten in seinem Körper waren erheblich angeschwollen – er hatte ein Lymphom. Heute ist er gesund, nachdem er sich selbst diagnostizierte!"

6. Zur Schicht wieder fit sein

"Meine Frau ist Chirurgin. Sobald ihre Schicht losgeht, passiert irgendetwas Magisches: Sie ist nicht mehr krank, sondern 100 Prozent fit. Nach der Schicht wird sie dann wieder krank. Muss irgendetwas mit einer komischen Raum-Zeit-Anomalie zu tun haben."

7. Gefühle zeigen

"Ich bin Tierarzt. Wenn meine eigenen Haustiere krank werden, verwandle ich mich in einen nutzlosen, heulenden Idioten. Zum Glück habe ich tolle Kollegen, an die ich mich dann wenden kann."

Ist doch irgendwie gut zu wissen, dass auch Ärzt:innen echt schwierige Patient:innen sein können, oder? Wir finden diese Geständnisse jedenfalls angenehm menschlich! 

Brigitte

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