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Wer seinen "Seelenmuskel" trainiert, wird mutiger

Wer seinen "Seelenmuskel" trainiert, wird mutiger
© Yulia Grigoryeva/shutterstock
Habt ihr jemals etwas vom "Seelenmuskel" gehört? Er hat so viel Macht, dass er unser Angstempfinden beeinflussen kann. Wir sagen euch, wo er liegt.

Dass unser körperliches Empfinden auch Einfluss auf unsere Psyche hat, ist nichts Neues. Denn wer krank ist, der hüpft nur selten freudestrahlend im Dreieck. Dass es allerdings einen ganz bestimmten Muskel gibt, der mit dem Gefühl der Angst verknüpft ist - wer hätte das gedacht?

Die Rede ist vom "Musculus psoas major" , dem großen Lendenmuskel. Der ist eigentlich dafür da, damit wir die Hüfte beugen und stehen oder sitzen können - er hat aber auch einen großen Einfluss auf unsere Psyche. Warum? Weil er in der Evolution schon immer dann gebraucht wurde, wenn wir einer Gefahr ausgesetzt waren, uns zum Beispiel ducken oder fliehen mussten. Er wird aktiviert, wenn wir uns unsicher fühlen - und Adrenalin oder Dopamin ausschütten.

Die Autorin Liz Koch beschreibt in ihrem Buch "The Psoas Book", dass immer mehr Experten davon ausgehen, dass dieser Prozess auch umgekehrt funktioniert. Heißt: Ist der Musculus psoas major verspannt, dann haben wir mehr Angst. Es tut also gut, den "Seelenmuskel" zwischendurch immer mal wieder zu entspannen. Zum Beispiel mit Yoga.

Liz Koch empfiehlt etwa die konstruktive Ruheposition, in der man auf dem Rücken liegt und die Knie in einem 90-Grad-Winkel beugt. Die Füße sind hüftbreit aufgestellt - etwa 30 bis 40 Zentimeter vom Gesäß entfernt. Der Lendenbereich sollte nicht zu durchgedrückt sein. Jetzt entspannen und das Bewusstsein in die Knochen lenken, die in Richtung des Bodens sinken.

So geht der Baum

Wer seinen "Seelenmuskel" trainiert, wird mutiger
© Victor Gladkow/shutterstock

Eine andere Übung ist der Baum: Aufrecht hinstellen, ein Bein an das andere anwinkeln und die Hände über dem Kopf zusammenführen. Jetzt einige Atemzüge halten.

So geht die Taube

Wer seinen "Seelenmuskel" trainiert, wird mutiger
© Ivan Veselinovic/shutterstock

Auch gut geeignet: Die Taube. Bei dieser Position streckt man ein Bein nach vorne und eines nach hinten, das Becken bleibt dabei stabil. Am besten fängt man auf allen Vieren an und legt dann das rechte Knie nach vorne auf den Boden zwischen die Hände. Dann die rechte Pobacke Richtung Boden schieben und das linke Bein nach hinten strecken. Die Hüfte sollte waagerecht zum Boden und rechtwinklig nach vorne gerichtet sein.

Wir finden: Ängste abbauen und mutiger durchs Leben gehen - na das ist doch ein guter Grund, ab jetzt noch mehr Yoga zu machen, oder?

as

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