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Studie Wer schneller geht, lebt länger als ein Bummler

Wer schneller geht, lebt länger als ein Bummler: Menschen in der Fußgängerzone
© IDEAPIXEL / Shutterstock
Forscher konnten anhand einer Studie belegen, dass Menschen, die schnell gehen, bis zu 15 Jahre länger leben als Menschen, die langsamer unterwegs sind.

Wer häufiger in der Fußgängerzone der Einkaufsstraße unterwegs ist, kennt das Bild: Während einige Menschen sich möglichst zügig einen Weg durch die Masse suchen und schnell von einem Laden in den nächsten huschen, schlendern andere gemütlich vor sich hin. Was diejenigen, die schneller unterwegs sind, gerne mal zur Weißglut treibt. Aber hat es eigentlich eine Auswirkung auf unsere Gesundheit, ob wir eher trödeln oder schnell gehen? Ja – das ist jedenfalls die Antwort britischer Wissenschaftler zu dieser Frage. Denn eine große Studie belegt, dass Schnellläufer deutlich länger leben können als Bummler.

In der Ruhe liegt nicht immer die Kraft

Forscher des National Institute for Health Research wollten wissen, ob unsere Lebenserwartung auch dadurch beeinflusst wird, wie schnell oder langsam wir durchs Leben gehen. Dazu untersuchten sie die Daten von rund 475.000 befragten Briten. Das überraschende Ergebnis: Ganze 15 Jahre länger können die Schnellläufer im Vergleich mit den Trödlern leben. Aber das ist noch nicht alles. Zusätzlich stellten die Forscher die Variablen Lebenserwartung und Gewicht in den Fokus. Dabei kam heraus, dass die höhere Lebenserwartung der Schnellläufer auch unabhängig von ihrem Gewicht galt – selbst, wenn sie deutlich übergewichtig waren.

Schlechtes Ergebnis für untergewichtige Bummler

Allerdings spielte das Gewicht bei einer anderen Gruppe Betroffener dann doch eine Rolle: Untergewichtige Personen, die gleichzeitig angaben, eher langsam zu gehen, erhielten das schlechteste Ergebnis bei der Lebenserwartung. Die Forscher schließen aus den Daten, dass es für unsere Lebenserwartung doch eine größere Rolle spielt, wie es um unsere generelle körperliche Fitness bestellt ist und wie wir dadurch Alltagsaktivitäten bewältigen. Andere Faktoren wie beispielsweise die Ernährungsweise oder der Body Maß Index (BMI) standen bei dieser Frage bisher deutlich stärker im Fokus.

Tom Yates, der als einer der leitenden Forscher der Studie tätig war, sagt dazu in einer Pressemitteilung: "Unsere Ergebnisse könnten dabei helfen, zu verdeutlichen, wie wichtig die physische Fitness im Vergleich zum Körpergewicht ist, wenn es um die Lebenserwartung geht." Das bedeutet allerdings nicht, dass der BMI künftig als Kriterium keine Rolle mehr spiele – stattdessen solle man die physische Gesundheit einfach als weiteren möglichen Faktor anerkennen. Denn letztendlich ist es ein Zusammenspiel viele verschiedener Variablen, die unsere Lebenserwartung beeinflussen.

So oder so: Spaziergänge sind gesund

Ob man nun selbst eher ein Schnellläufer oder doch ein Bummler ist – wer täglich einen kleinen Spaziergang in seinen Alltag einbaut, tut auf jeden Fall etwas Gutes für seine Gesundheit. Regelmäßige Spaziergänge stärken nicht nur die Muskulatur, sondern verbessern auch die generelle Ausdauer und das Immunsystem, wie verschiedene Studien belegen. Ideal ist ein Spaziergang im Wald, denn dieser hilft auch noch dabei, den Alltagsstress mal zu vergessen und hebt die Laune.


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