WHO warnt vor den 12 gefährlichsten Bakterien der Welt

Die WHO hat eine Rangliste der gefährlichsten Bakterien der Welt veröffentlicht. Es sind Arten, gegen die auch Antibiotika nichts mehr ausrichten können.

Schätzungen zufolge sind noch bis zu 99 Prozent aller Bakterien nicht wissenschaftlich erforscht – selbst auf dem Menschen leben Hunderte verschiedene Arten. Doch nicht alle Formen sind gut, einige sind sogar höchst gefährlich für den menschlichen Körper. Um die Pharmaindustrie zum Handeln zu bewegen und die Entwicklung von Gegenmitteln voranzutreiben, hat die Weltgesundheitsorganisation nun eine Liste der zwölf gefährlichsten Bakterien für die Menschheit veröffentlicht.

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Drei Gruppen von gefährlichen Keimen

Die Keime werden in drei Gruppen untergliedert – je nach Gefahrenstufe: Kritisch, hoch und mittel. Die Gefährlichkeit des Bakteriums richtet sich nach der Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika.

Als "kritisch" werden die Bakterien eingestuft, gegen die selbst Antibiotika nichts mehr ausrichten können. Darunter zählen die Bakterien "Acinetobacter baumannii" und "Pseudomonas aeruginosa", die Wundinfektionen auslösen – und "Enterobacteriaceae", das im Darm Schaden anrichtet. Als "hoch" gelten die Bakterien "Enterococcus faecium", "Staphylococcus Aureus", "Helicobacter Pylori", "Campylobacter", "Salmonella" und "Neisseria gonorrhoeae", die ebenfalls resistent gegen herkömmliche Antibiotika sind. Diese Arten führen etwa zu Magengeschwüren, Durchfall oder Tripper. "Mittel" priorisiert sind die Bakterien "Streptococcus Pneumoniae", "Haemophilus influenzae" und "Shigellen". Sie führen zu Lungenentzündungen, Durchfall und Grippe. Antibiotika helfen meist, es sind jedoch bereits erste Resistenzen zu erkennen.

Millionen Patienten von Killerbakterien betroffen

Jedes Jahr sind Millionen Menschen von diesen Bakterien betroffen, Hunderttausende sterben an den Folgen der Krankheiten. Eine Zahl, die stetig steigt, wie die WHO berichtet. Mit der Veröffentlichung ihrer Liste möchte die Organisation die Regierungen dazu aufrufen, Anreize für Universitäten und Pharmafirmen zu schaffen, um neue Antibiotika zu entwickeln. Denn eigentlich brauchen wir ständig neue Mittel im Kampf gegen die Keime, da diese sich permanent verändern und neue Abwehrmechanismen gegen Medikamente entwickeln.

jg
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