Alarmierend: Windpocken breiten sich rasant in Hauptstadt aus!

In der Hauptstadt grassieren erneut die Windpocken. In diesem Jahr sollen laut Robert-Koch-Institut rund 40 Prozent mehr Ansteckungen als 2015 gemeldet worden sein.

Varizella-Zoster-Virus ist hoch ansteckend

In Berlin ist es erneut zu einem Ausbruch des Varizella-Zoster-Virus gekommen. Es verbreitet sich vor allem durch "Tröpfcheninfektion" – also durch den Atem, Husten oder Niesen. Die Viren können mehrere Meter durch den "Wind" zurücklegen, wie der Name schon sagt. Sie können darüber hinaus tagelang auch außerhalb des Körpers ansteckend bleiben.

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Die Zahl der Windpocken-Erkrankungen ist in der Hauptstadt sprunghaft angestiegen. Pro Woche meldet das Robert-Koch-Institut 26 Neu-Erkrankungen, alles in allem steckten sich in diesem Jahr bereits 1802 Menschen mit dem Virus an. Zum Vergleich: 2015 waren 1294 Menschen und damit rund 39 Prozent weniger betroffen. Dr. Peter Hauber, der eine Praxis in Steglitz betreibt, sagt diesbezüglich im Gespräch mit "Bild.de": "Jedes Notdienst-Wochenende behandeln wir ein bis zwei neue Fälle". Und das seien überwiegend Kinder von Impfgegnern. Prinzipiell ist diese typische Kinderkrankheit nämlich durch eine Impfung vermeidbar.

STIKO empfiehlt Impfung im Kleinkindalter

Windpocken sind generell durch eine Impfung vermeidbar. Natürlich kann es aber auch zu sogenannten Impfdurchbrüchen kommen, wenn vorschriftsmäßig Geimpfte trotzdem erkranken. Hauber erklärt: "Der Vierfach-Impfstoff gegen Windpocken, Masern, Mumps und Röteln wirkt bei manchen Personen nicht effektiv."

Nichtsdestotrotz empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) zwei Impfdosen: Die erste Dosis des Lebendimpfstoffes wird in der Regel zwischen dem 11. Und 14. Lebensmonat verabreicht, die zweite Dosis zwischen 15 und 23 Monaten. Die zweite Impfdosis erhöht die Immunität gegen die Erkrankung auf fast 100 Prozent. Natürlich können sich auch Jugendliche und Erwachsene gegen das Virus impfen lassen – insbesondere schwangere Frauen sollten sich eine Impfung wohl überlegen, um Komplikationen im Falle einer Ansteckung zu vermeiden.

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