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Zedernöl: Wirkung und Anwendung

Zedernöl: Öl in der Flasche
© Olinchuk / Shutterstock
Zedernöl gilt als unglaublich gesundheitsfördernd. Alles zu seiner Herstellung, Anwendung und Wirkungsweise erfährst du hier.

Zedernöl: Hintergrund

  • Die Zeder bzw. das Holz der Zeder war schon im Altertum eine Substanz, die bei den Königen überaus beliebt war. Als Baumaterial verkörperte das Holz Stärke und Kraft. Einige Tempel wurden mit Hilfe des Holzes erschaffen.
  • Auch zur Herstellung von Möbeln und Schmuck kam das Holz zur Anwendung. Das Zedernholzöl dagegen gilt als das erste Öl, das aus Pflanzen gewonnen wurde. Das Öl erinnert mit seiner hellen Honigfarbe noch an das Holz. Zedernholz wird auch Wacholderholzöl genannt und findet insbesondere in der Kosmetik und zum Schutz vor Insekten Anwendung.

Herstellung von Zedernöl

  • Ätherisches Zedernöl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Dabei benötigt man für einen Liter Öl etwa 30 kg Holz. Der Zedernbaum selbst kann bis zu 30 Meter hoch wachsen und stammt in der Regel aus Marokko oder Frankreich.
  • Das echte Zedernholzöl stammt aus der Pflanze Cedrus libani aus dem Libanon. Es ist kaum noch im Handel anzutreffen. Meistens stammt das Zedernöl aus der Atlas-Zeder oder der Atlantik-Zeder.

Inhaltsstoffe von Zedernöl

  • Vitamine
  • Natrium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Kalium
  • Viele Aminosäuren
  • Phospholipide
  • Linolsäure

Zedernöl: Wirkung

  • Antibakteriell: Wie so viele Öle entfacht auch Zedernöl antibakterielle und entzündungshemmende Wirkungen. Diese können dir bei Entzündungen und Infekten zu Gute kommen.
  • Immunsystem: Zedernöl stärkt das Immunsystem aufgrund der vorhanden Vitamine und Mineralstoffe. So hilft es dir, bei Erkältungen schneller zu regenerieren oder Krankheiten vorzubeugen.
  • Durchblutung: Aufgrund diverser Inhaltsstoffe kann Zedernöl die Durchblutung fördern sowie die Haut straffen. Das ätherische Öl soll auch den Haarwuchs stimulieren sowie Unreinheiten der Haut lindern.
  • Psyche: Ätherische Öle wirken sich positiv auf unsere Konzentration und Stimmung aus. Gerade vor einer Prüfung kann das Öl Angst und Nervosität mindern.
  • Blasenentzündungen: Bei Blasenentzündungen und anderen Harnwegsinfekten kann das Öl zur Heilung verwendet werden.

Zedernöl: Anwendung

  • Duftlampe: In der Aromatherapie kannst du Zedernöl einfach in eine Duftlampe zusammen mit Wasser geben. Dafür nimmst du vier Teelöffel Wasser und acht bis zehn Tropfen vom Öl. Achte darauf, dass mindestens 10 cm Abstand zur Wärmequelle vorhanden sind, damit das Wasser nicht zu schnell verdampft. Die Lampe kannst du bis zu zwei Stunden brennen lassen.
  • Kosmetik: Zedernöl ist in vielen Beauty-Produkten enthalten. Du brauchst es also nicht zwingend als eigenständiges Öl kaufen. Es gibt Zederncreme sowie Lotionen mit dem ätherischen Öl. Auch in Duschgels und anderen Produkten zur Körperpflege findet sich das Öl. In den Kosmetikprodukten wird oft Zedernnussöl gesetzt. Dabei handelt es sich um ein Speiseöl.
  • Haut: Gerade bei Hautirritationen und Reizungen kann das Öl sehr hilfreich sein. Nimm sechs Tropfen Zedernöl und mische diese mit vier Teelöffeln Weizenkeimöl. Pro Tag trägst du diese Mischung dreimal auf die betroffenen Stellen auf.
  • Bekämpfung von Zecken und Motten:  Mit Zedernholz kannst du dich oder dein Haustier vor Zecken schützen. Dafür einfach wenige Tropfen auf gefährdete Stellen wie Knöchel, Handgelenke oder Nacken geben. Gerade bei Hunden solltest du jedoch sehr vorsichtig mit der Dosierung sein, da diese empfindlich darauf reagieren können. Auch Motten kannst du mit dem Öl in die Flucht schlagen. Dafür zum Beispiel einen Wattebausch mit etwas Öl besprühen und im Kleiderschrank platzieren.

Zedernöl kaufen

Zedernöl kannst du in Apotheken und Online-Shops erwerben. Besonders beliebte Marken stammen aus dem Holz der Atlaszeder und der Himalayazeder.

Doch worauf gilt es beim Kauf zu achten? Achte darauf, dass die Produkte auch die botanische Bezeichnung als Zedernöl enthalten. Es gibt auch Fälschungen im Umlauf, bei denen es sich nicht um hochwertiges Öl handelt. Setze auf die vier gängigen Sorten:

  • Atlaszeder
  • Himalaya-Zeder
  • Zypern-Zeder
  • Libanon-Zeder

Achte bei der Verwendung der ätherischen Öle darauf, eine maßvolle Dosierung einzuhalten. Sonst kann es zu Hautreizungen kommen. Zedernöl aus Koniferen solltest du vermeiden. Es weist einen erhöhten Gehalt an Thujon auf und ist giftig. In der Schwangerschaft ist aufgrund der abtreibenden Wirkung des Öls auf die Verwendung komplett zu verzichten.

Ätherische Öle sind total dein Ding? Herstellung, Anwendung, Informationen und Rezepte – all das bekommst du etwa auch zu Orangenöl,Distelöl und Rosmarinöl.

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