Zinkmangel: Anzeichen und Behandlung

Zinkmangel sorgt für verschiedene unspezifische Symptome, daher ist er nicht leicht zu identifizieren. Wir verraten typische Anzeichen und was hilft.

Was ist ein Zinkmangel?

Bei einem Zinkmangel treten mehrere Symptome auf, die sich aber nur schwer zuordnen lassen – zum Beispiel Haarausfall und brüchige Fingernägel. Zink ist ein essenzielles Spurenelement, was bedeutet, dass der Körper es nicht selbst herstellen kann. Es muss also über Zinkpräparate oder die Ernährung zugeführt werden – in erster Linie geht das durch Fleischkonsum. Etwa 20 Prozent aller Erwachsenen leiden in Deutschland unter einem Zinkmangel.

Zinkbedarf: Wozu benötigt der Körper Zink?

Zink ist an einer Vielzahl von körperlichen Prozessen beteiligt – unter anderem bei der Aktivierung des Immunsystems, des Stoffwechsels und der Hormone. Das ist auch ein Grund dafür, warum Zinkmangel so unspezifische Symptome auslöst. Und er lässt sich nicht so einfach feststellen wie zum Beispiel Eisenmangel. Denn es gibt zwar einen Bluttest für Zinkmangel, dieser ist aber unzuverlässig – der Mangel macht sich im Blut erst bemerkbar, wenn er bereits sehr weit fortgeschritten ist.

Symptome: Woran erkenne ich einen Mangel an Zink?

Zwar gibt es keine Symptome, die ausschließlich auf einen Zinkmangel hinweisen. Treten mehrere der folgenden Beschwerden auf, ist ein Zinkmangel aber naheliegend:

  • Haare fallen aus
  • Nägel sind brüchig
  • Hohe Anfälligkeit für Infekte / Erkältungen
  • Wundheilung ist verzögert
  • Geschmacks- und Geruchsstörungen
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen
  • trockene Haut
  • trockene Augen
  • erhöhte Blutzuckerwerte

Der richtige Zinkwert und Ursachen: Wie entsteht ein Zinkmangel?

Meistens kommt es zu einem Zinkmangel, wenn nicht genug Zink über die Nahrung aufgenommen wird. Normalerweise benötigen gesunde erwachsene Männer zehn Milligramm Zink pro Tag, Frauen sieben Milligramm. Zum Vergleich: Mit 50 Gramm Edamer nimmt man bereits fünf Milligramm Zink auf. Aber neben der Ernährung können auch andere Faktoren oder Krankheiten einen Zinkmangel auslösen. Dazu zählen:

  • Diabetes
  • Erkrankungen der Leber, des Darms oder des Magens
  • erhöhter Alkoholkonsum

Außerdem erhöhen bestimmte Faktoren den Bedarf an Zink. Dazu zählen:

  • Rauchen
  • Stress
  • Erkrankungen wie Krebs
  • starkes Schwitzen

Schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen sowie Kinder und Jugendliche haben einen generell höheren Bedarf an Zink.

Behandlung: Was tun gegen einen Mangel an Zink?

Ist eine Erkrankung die Ursache des Zinkmangels, muss diese als erstes behandelt werden. Ansonsten ist die Aufnahme am einfachsten, indem man auf Lebensmittel setzt, die viel Zink enthalten. Folgende Lebensmittel enthalten besonders viel Zink:

  • Rinderfilet
  • Kalbsleber
  • Nüssen
  • Weizenkeime
  • Haferflocken
  • Edamer
  • Linsen

Zinkversorgung durch Präparate

Wenn die Symptome nach einer bis zwei Wochen nicht nachlassen, kann man auch eine Kur mit Zinkpräparaten testen. Dafür werden zwei bis drei Wochen lang täglich 25 Milligramm Zink eingenommen. Aber: Diese plant und absolviert man am besten unter ärztlicher Aufsicht. Denn eine Überdosierung mit Zink kann ebenfalls unangenehme Nebenwirkungen wie Metallgeschmack im Mund, Magen- und Darmbeschwerden oder Fieber verursachen.

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