Konzentrationsstörungen: Das Gehirn streikt

Wenn die Gedanken oft abschweifen, können Konzentrationsstörungen dahinterstecken. Welche Ursachen haben diese und wie wird man sie wieder los?

Konzentrationsstörungen können uns im Alltag belasten: Eigentlich wolltest du eben noch die Steuererklärung fertigmachen, nun ertappst du dich dabei, wie du wieder träumend aus dem Fenster starrst. Aber ab wann wird die ständige Ablenkung bedenklich – und was kann man dagegen tun?

Konzentrationsstörung und Konzentrationsschwäche 

Zwar werden die Begriffe Konzentrationsstörung und Konzentrationsschwäche häufig synonym verwendet, tatsächlich beschreiben sie aber nicht denselben Zustand.

Konzentrationsstörung bedeutet, dass man sich kurzzeitig schwer oder gar nicht auf eine Aufgabe konzentrieren kann. Wenn dieser Zustand dauerhaft ist, wird er zur Konzentrationsschwäche – Gedächtnis und Gehirn treten quasi in den Dauerstreik. 

Wirklich abgrenzen lassen sich die beiden Begriffe allerdings nicht voneinander, der Übergang ist meist fließend. Außerdem nehmen Konzentrationsstörungen mit dem Alter generell zu, weil das Gehirn irgendwann anfängt, abzubauen. Wenn du das Gefühl hast, an einer langfristigen Konzentrationsschwäche zu leiden, solltest du mit einem Arzt darüber sprechen. Er kann die entsprechende Diagnose stellen. 

Welche Ursachen gibt es für Konzentrationsstörungen? 

Häufig entstehen Konzentrationsstörungen durch körperliche und seelische Belastungen des Alltags. Beispielsweise durch: 

Wenn es mit der Konzentration einfach nicht klappt, muss es aber nicht zwangsweise an uns selbst liegen. Auch äußere Faktoren beeinflussen unsere Leistungsfähigkeit. Dazu zählen: 

  • Lärm 
  • Hitze 
  • Schlechtes Licht 
  • Schlechte Luft 

Wie du Stress abbauen kannst, verraten wir übrigens in diesem Artikel.

Warum kommt es überhaupt zu einer Konzentrationsschwäche? 

Wenn wir uns auf etwas konzentrieren wollen, muss der Körper jede Menge Energie bereitstellen – das geht nicht kontinuierlich. Je länger wir konzentriert arbeiten, desto mehr erschöpft es uns. Geistige Ermüdung ist eines der häufigsten Symptome bei einer Konzentrationsschwäche.

Deshalb ist es wichtig, regelmäßig Pausen zu machen und dem Körper beizeiten auch neue Energie zuzuführen, beispielsweise durch eine ausgewogene Mahlzeit. So lässt sich die Konzentrationsfähigkeit wieder erhöhen. 

Hilfe bei Konzentrationsschwierigkeiten 

Das Gehirn lässt sich ähnlich wie ein Muskel trainieren. Besonders kognitive Aufgaben fördern es: Kreuzworträtsel und Memoryspiele eignen sich ebenso wie Sudoku oder Mahjong, wenn man sich mindestens zwei- bis dreimal die Woche, am besten aber täglich, für je etwa eine Stunde damit beschäftigt. Auch Bewegung sollten wir zur Leistungssteigerung in unseren Alltag einbauen: Studien zeigen, dass wir etwas leichter und schneller auswendig lernen können, wenn wir dabei auf- und abgehen.

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