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Mentales Training Anleitung und Übungen

Mentales Training: Frau meditiert auf Felsen am Meer
© lzf / Shutterstock
Viele Sportler schwören auf Motivationstrainer und positive Gedanken. Wir zeigen dir, was mentales Training ausmacht und wie du es für dich nutzen kannst.

Was ist mentales Training?

Mentales Training ist ein nicht fest definierter Überbegriff für diverse Strategien und Techniken, die der Stärkung der eigenen Psyche dienen sollen. Dabei können unter anderem folgende Ziele verfolgt werden:

  • Selbstbewusstsein stärken
  • Soziale und emotionale Kompetenz schulen
  • Kognitive Fähigkeiten stärken
  • Besserer Umgang mit Stress und Leistungsdruck
  • Durch mentale Stärke bessere Leistungen erbringen

Mentales Training: Wofür kann ich das nutzen?

In folgenden Bereichen des Lebens kann mentales Training helfen:

  • Sport/Bewegung (Lehre der Sportpsychologie)
  • Beruf
  • Mehr Macht in stressiger Situation
  • Training, um Angst zu überwinden
  • Training zum Abnehmen
  • Bei Aufregung
  • Bessere Beziehungen zu Mitmenschen und zu dir selber

Positive Visualisierung ist mächtig!

Ein Hauptbestandteil von Mentaltraining ist der Umgang mit Angst und der eigenen Vorstellung. Glaubenssätze sind so mächtig, dass sie unser Handeln maßgeblich bestimmen. Dabei ist insbesondere die Visualisierung mit positiven Gedanken eine der stärksten Methoden, wenn es darum geht, Herausforderungen zu nehmen und zu meistern.

Durch Visualisierung und Methoden der Imagination stellst du dir im Geist vor, wie du in einer bestimmten Situation denken, handeln und fühlen willst. Wissenschaftler haben schon vor Langem nachgewiesen, dass unser Geist nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden kann. Stell dir also einen von dir gewünschten Zustand so detailliert und lebendig vor, wie du kannst. Wie schmeckt und riecht der Moment? Wie fühlst du dich dabei? Wiederhole die Situation im Kopf regelmäßig und zwar so, dass du jedes Mal triumphierst und dein Ziel erreichst.

Stelle dir beispielsweise vor, du stehst vor dem alles entscheidenden Torschuss. Du legst dir den Ball vor die Füße, atmest tief ein, hörst das Rufen der Mitspieler und Zuschauer. Und dann schießt du den Ball durch Ruhe und genaues Zielen in eine freie Ecke. Wer solche Vorstellungsübungen regelmäßig macht, kann laut den Lehren des Mentaltrainings auch im realen Leben erfolgreicher sein.

Es gibt dabei auch so etwas wie eine Meisterklasse: Ideomotorisches Training erlaubt es dem Anwender, sich genau vorzustellen, wie eine Bewegung korrekt abläuft und ausgeführt wird. Das vereinfacht die praktische Durchführung der Bewegung.

Ungewollt negatives Mentaltraining

Im Grunde führt jeder von uns täglich Mentaltraining durch. Das Problem: Es passiert unbewusst und besteht zum Großteil aus wiederkehrenden negativen Gedanken. Sätze wie "Ich kann das nicht“ oder "Er wird sicher schlecht auf mich reagieren“ schüren Angst und Unsicherheit, statt sie zu bekämpfen. Mit positiven mentalem Training kannst du dich neu konditionieren und dich mit positiven Glaubenssätzen stärken.

Mentales Training: Was für Möglichkeiten gibt es?

Folgende Varianten von mentalem Training gibt es:

  • Kreativitätstechniken: Von Brainstorming-Techniken wie der 6-Hüte Methode bis hin zum Mindmap erstellen – alle Methoden, die deine Kreativität schulen und steigern, sind auch ein Teil von Mentaltraining.
  • Entspannungsübungen: Techniken für eine ruhige Atmung beruhigen gleichzeitig den Geist. Insbesondere die Meditation eignet sich sehr gut, um die eigenen Gedanken mal zur Seite zu schieben. Wir zeigen dir, wie du Meditation lernen kannst.
  • Kognitives Training: Dabei geht es darum, dass eigene Gedächtnis zu schulen und gerade im Alter zu stärken. Gehirnjogging kann zum Beispiel in Form von Kreuzworträtseln oder anderen Spielen durchgeführt werden.
  • Positive Gedanken: Wie bereits angesprochen, kannst du mit Techniken der Vorstellung (Visualisierung/Imagination) deine Gedanken so stärken, dass du ein von dir erwünschtes Ergebnis im Kopf bereits erreicht hast.
  • NLP: Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) gehört wie die Visualisierung zu den psychotherapeutischen Methoden. Dabei können auch eine selbstbewusste Bewegung und Bewegungsabläufe trainiert werden sowie Elemente der Hypnose einfließen.

Vorteile von mentalem Training

Mentales Training hat vor allem folgende Vorteile:

  • Methoden zum Üben fast immer und überall anwendbar
  • Kostet kein Geld
  • Stärkung von Selbstvertrauen und Entschlossenheit

Nachteile beim Mentaltraining

Diese Nachteile kann mentales Training haben:

  • Kann auch negativ genutzt werden und dann unser Selbstvertrauen zerstören
  • Negatives Denken kann negative reale Folgen herbeiführen

Du interessierst dich mehr für Meditation oder Kreativitätstechniken? Wir stellen dir die Osho-Meditation und das Brainwriting vor. Außerdem verraten wir, was Positiver Stress mit dir macht. Richtig atmen hilft außerdem beim Entspannen.

Wenn du dich mit anderen über Mentaltraining austauschen möchtest, schau mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.


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