Mariendistel: Wirkung und Anwendungsgebiete

Die Mariendistel wird häufig als Heilpflanze für die Leber eingesetzt. Aber taugt sie wirklich was zur Entgiftung? Welche Wirkungen sie hat, erfährst du hier.

Mariendistel: Wirkung und Anwendungsgebiete

Die Mariendistel (Silybum marianum) stammt aus dem Mittelmeerraum und ist mittlerweile in ganz Europa verbreitet. Die Pflanze wird zwischen 20 und 50 cm lang und fällt mit ihrer violetten Blüte sofort ins Auge. Der Korbblüter ist schon seit langer Zeit als Heilpflanze bekannt. Und so wirkt die Mariendistel:

Mariendistel: die Wirkung 

Vor allem für die Lebergesundheit ist die Mariendistel bekannt. Die Mariendistelfrüchte enthalten fettreiches Öl und reichlich Eiweiß. Zudem enthalten die Samen Silymarin, das u. a. entzündungshemmend und antioxidantisch wirkt. Silymarin ist ein Wirkstoffgemisch, das sich aus sogenannten Flavonolignanen zusammensetzt: Silibinin, Isosilibinin, Silychristin und Silydianin. Forscher haben herausgefunden, dass Silymarin die äußere Hülle der Leberzellen schützt, d. h. giftige Stoffe haben es schwerer in die Zellen einzudringen. Und Silymarin hilft der Leber sich nach einer Schädigung wieder schneller zu erholen.

Mariendistel: die Anwendungsgebiete

Mariendistel wird z. B. bei Lebererkrankungen wie Gelbsucht oder Hepatitis eingesetzt. Wird die Leber wiederholt oder dauerhaft geschädigt, sprechen Ärzte von einer Leberfibrose. Eine einzelne Verletzung wie z. B. Hepatitis führt aber i. d. Regel nicht zu einer Fibrose. Ursächlich hingegen können Medikamente, Alkoholmissbrauch oder eine nicht-alkoholische Fettleber sein. Auch im Falle einer Leberfibrose wird die Heilpflanze Mariendistel eingesetzt.

Die Mariendistel ist ebenfalls Teil der Behandlung bei einer Knollenblätterpilz-Vergiftung. Mithilfe von Mariendistel und medizinischer Kohle sollen die Gifte des Knollenblätterpilzes im Körper gebunden werden, da diese die Leber zerstören. Wird die Behandlung nicht schnellstmöglich angewandt, schreitet die Leberzersetzung weiter voran.

Mariendistel: Wirkung und Anwendungsgebiete

Mariendistelextrakt ist in verschiedenen Formen erhältlich: Tabletten, Pulver, Kapseln und Tee. Im Tee ist zu wenig von Silymarin enthalten, als dass er eine leberschützende Wirkung entfalten könnte. Doch Mariendisteltee kann z. B. bei leichten Verdauungsbeschwerden helfen.

Mariendistel sollte jedoch nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Wer allergisch auf Korbblüter reagiert, sollte besser die Finger von der Heilpflanze lassen.

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jd
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