Mittelohrentzündung-Hausmittel im Überblick

Über Mittelohrentzündung-Hausmittel lassen sich die Beschwerden der Krankheit gut in den Griff bekommen. Hier verraten wir alle Hausmittel im Überblick.

Helfen Hausmittel gegen eine Mittelohrentzündung?

Grundsätzlich gilt: Eine Mittelohrentzündung (Otitis media) sollte definitiv von einem Arzt behandelt werden, auch wenn die Gabe von Antibiotika nicht in allen Fällen notwendig ist. Doch es haben sich auch einige Mittelohrentzündung-Hausmittel zur Behandlung bewährt – beispielsweise helfen verschiedene Heilpflanzen gegen die Symptome oder eine Behandlung mit Wärme. Gerade bei Kindern lässt sich eine akute Entzündung so leichter überstehen.

Mittelohrentzündung-Hausmittel auf einen Blick

Folgende Hausmittel können bei einer Mittelohrentzündung helfen und die akute Entzündung lindern:

  • Zwiebelsäckchen: Zwiebeln bewähren sich schon seit Jahrhunderten bei Ohrenschmerzen jeder Art, obwohl die Wirkung eigentlich nicht durch Studien belegt ist. Bestimmte Stoffe in der Zwiebel hemmen Entzündungen und können Keime abtöten, außerdem steigert die Zwiebel die Durchblutung des Ohrs und hemmt Schmerzen. Für ein Zwiebelsäckchen wird eine Zwiebel klein gehackt, kurz überbrüht und nach dem Abkühlen in ein Leintuch geschlagen. Dann kann der Wickel auf das Ohr gelegt werden.
  • Kamillentee: Die Kamille hat ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung und wird daher bei vielen entsprechenden Krankheiten wie einer Mittelohrentzündung eingesetzt. Am einfachsten wird dafür ein Kamillentee zubereitet. Der Teebeutel muss abtropfen und kann dann gegen das betroffene Ohr gedrückt werden.
  • Rotlicht: Eine Behandlung mit Wärme kann sowohl bei einer Erkältung als auch bei einer Mittelohrentzündung helfen. Nicht nur wird die Wärme oft als wohltuend bei diesen Krankheiten empfunden, sie hilft außerdem dabei, Sekrete im Ohr zu verflüssigen, damit diese leichter abfließen können. Am einfachsten geht das mit einer Rotlichtlampe, aber auch eine Warmflasche kann helfen.
  • Kälte: Manche Patienten mögen die Wärmeeinwirkung nicht – wer sich damit unwohl fühlt, kann stattdessen auch eine Behandlung mit Kälte gegen die Schmerzen testen. Dazu wird am einfachsten ein Kühlpack in ein Tuch geschlagen und gegen das Ohr gelegt.
  • Wadenwickel: Gerade bei Fieber, das bei einer Mittelohrentzündung oft vorkommt, sind Wadenwickel ein bewährtes Hausmittel. Dazu werden Leinentücher in kühles Wasser getaucht, ausgewrungen und um die Waden gewickelt. Darüber kommt noch ein Wickel mit einem trockenen Tuch. Die Wadenwickel sollten etwa alle fünf bis zehn Minuten neu befeuchtet werden. Nach etwa zwei bis drei Wiederholungen wird geprüft, ob das Fieber bereits zurückgeht.
Frau zeigt auf Ohr

Weitere Tipps bei einer Mittelohrentzündung

Neben den klassischen Hausmitteln gibt es noch weitere Tipps zur Therapie einer Mittelohrentzündung:

  • Bettruhe: Damit eine Mittelohrentzündung heilt, muss das Immunsystem ordentlich arbeiten. Deshalb sollte der Körper nicht noch anderweitig belastet werden – Betroffene ruhen sich am besten aus, bis die Symptome abklingen.
  • Viel trinken: Viel Wasser zu trinken ist bei jedem Infekt wichtig, besonders aber dann, wenn Kinder betroffen sind und zusätzlich unter Fieber leiden. Denn dadurch kann das Kind stark schwitzen, wodurch der Körper viel Flüssigkeit verliert. Kindergarten- und Grundschulkinder sollten täglich zwischen 0,7 und einen Liter Wasser trinken. Bei einem akuten Infekt darf es gern die doppelte Menge sein.
  • Nasenspray: Eine Mittelohrentzündung resultiert häufig aus einer Erkältung – daher sind bei der Erkrankung in der Regel die Schleimhäute geschwollen. Dagegen können abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays helfen. Die Mittel sollten allerdings nur kurzzeitig zum Einsatz kommen – viele können schnell abhängig machen.

Lese-Tipp: Hier verraten wir dir noch typische Mittelohrentzündung-Symptome.

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