Natürliche Antibiotika: Was Honig und Kurkuma können

Es gibt immer mehr multiresistente Keime. Aber muss es denn auch immer gleich Antibiotika sein? Forscher schreiben Honig und Kurkuma ähnlich effektive Wirkungen bei Infektionen zu.

Es ist ein folgenreicher Fehler, den immer noch viele Ärzte machen: Sie verschreiben Antibiotika, obwohl nicht geklärt ist, welcher Erreger eine Krankheit ausgelöst hat. Das Problem daran: Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, aber gerade Atemwegsinfekte wie Erkältungen oder die akute Bronchitis werden vor allem von Viren ausgelöst. Um den Erreger eindeutig festzustellen, wäre eine Laboruntersuchung nötig, die Zeit und Nerven kostet. Ohne Bakteriennachweis bleiben die verordneten Antibiotika im einfachsten Fall schlicht wirkungslos.

Immer mehr multiresistente Keime

Das tatsächliche Problem ist aber ein anderes: Keime entwickeln immer mehr Resistenzen gegen die uns bekannten Antibiotika. Wer diese Medikamente also mehrmals im Jahr einnimmt, riskiert, dass sie auch gegen Bakterien früher oder später nicht mehr wirken. Und das ist noch nicht alles: Antibiotika können die Darmflora schädigen und das Immunsystem schwächen, was wiederum das Risiko für weitere Infektionen erhöht.

Was also tun? In manchen Fällen könnte es sinnvoll sein, statt auf Antibiotika auf die Kraft der Natur zu setzen: Forscher konnten durch Studien belegen, dass vor allem Honig und Kurkuma so manchem Antibiotikum kaum in etwas nachstehen.

Bereits 33.000 Tote jährlich: Wenn Antibiotika nicht mehr helfen

Honig als Ersatz für Antibiotika

Im European Journal für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten wurde eine Studie australischer Forscher veröffentlicht, die die Wirksamkeit von Honig gegen Krankheitserreger belegt. Demnach zerstört das süße Gold Keime aller Art – egal, ob es direkt auf Wunden angewendet oder vom Patienten oral eingenommen wurde. Dr. Dee Carter der Universität Sydney sagte dazu: "Unsere Forschung ist die erste, die eindeutig zeigt, dass diese auf Honig basierenden Produkte in vielen Fällen antibiotische Cremes an Wunden und Geräten wie Kathetern ersetzen können. Die Verwendung von Honig als Zwischenbehandlung könnte auch die Lebensdauer von Antibiotika verlängern."

Kurkuma – ein echter Allrounder

Schon seit Jahrtausenden spielt Kurkuma in der ayurvedischen Medizin eine große Rolle. Es hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile durch die enthaltenen Curcuminoide. Diesen werden folgende Wirkungen nachgesagt:

  • Entzündungshemmend
  • Antibakteriell
  • Antioxidativ
  • Antiseptisch
  • Antimykotisch (bei Pilzinfektionen)

Eine Studie, die die Wirksamkeit von Kurkuma gegen Bakterien belegt, findest du hier.

Nie wieder krank dank Honig und Kurkuma?

Die Kombination aus Honig und Kurkuma sollte demzufolge bei verschiedenen Krankheiten auf natürliche Art helfen und somit Antibiotika in einigen Fällen ersetzen können. Gemeinsam bekämpfen sie allerlei Infekte, die von Bakterien und Pilzen ausgelöst werden können.

Und so stellst du das natürliche Antibiotikum selbst her

Das Beste ist: Du kannst den natürlichen Wunderdrink ganz einfach selbst herstellen! Dazu brauchst du:

  • 1 EL Kurkuma
  • 100 Gramm Honig

Beide Zutaten werden gemischt, bis eine homogene Paste entsteht. Diese wird in ein ausgekochtes Gefäß gegeben und luftdicht verschlossen. Bei einer Infektion nimmst du am ersten Tag jede Stunde einen halben Teelöffel der Paste ein, am zweiten Tag alle zwei Stunden. Ab dem dritten Tag reichen drei halbe Teelöffel täglich.

Achtung: Auch wenn es sich um natürliche Heilmittel handelt, sollten diese nur in Absprache mit dem Arzt getestet werden.

Du willst noch mehr Infos über Hausmittel gegen verschiedene Infekte? Hier verraten wir die besten Hausmittel gegen Erkältung, Hausmittel gegen Husten und Hausmittel gegen Halsschmerzen.

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