Ziemlich nervig: Ohrenschmerzen

Wie bei so vielen Beschwerden, hilft Wärme auch bei Ohrenschmerzen. Bei Fieber und mehr als zwei Tagen starker Schmerzen helfen Hausmittel zumeist nicht mehr und ein Termin beim Arzt sollte vereinbart werden

Hausmittel

Oft lindert Wärme die stechenden Ohrenschmerzen (Rotlicht, Wärmepackung aus der Apotheke). Ein altes Hausmittel sind Zwiebelwickel (klein gehackte Zwiebel in ein Taschentuch wickeln, auf das Ohr legen, Watte und eine Mütze drüber. Mehrere Stunden einwirken lassen). Wenn der Schmerz am Schlafen hindert, hilft es, den Oberkörper erhöht zu lagern, das senkt den Druck im Ohr.

Alternativmedizin

Ein vorsichtiges Kneten des Knorpelvorsprungs am Anfang des Gehörgangs kann Linderung bringen. Diese Stelle an beiden Ohren gleichzeitig (auch wenn nur eines schmerzt!) zwischen Daumen und Zeigefinger leicht drei Minuten lang massieren.

Selbstmedikation

Der Verbindungsgang zwischen Mittelohr und Nase ist bei Ohrenschmerzen meist zugeschwollen, und das Sekret kann nicht abfließen. Dagegen hilft normales Schnupfenspray. Eine Schmerztablette ist bei stärkeren Beschwerden okay. Antibiotika bringen bei Mittelohrentzündungen von Kindern wenig, das zeigen neuere Studien. Bei akuten Schmerzen hilft auch das anthroposophische Mittel Apis/Levisticum II, fünf Kügelchen stündlich, bis die Beschwerden nachlassen, danach dreimal täglich. Eine Empfehlung aus der Homöopathie: Wenn Sie die ersten Anzeichen einer Ohrenentzündung bemerken, alle halbe Stunde zwei Kügelchen des Homöopathikums Ferrum phosphoricum D6 einnehmen.

Wann zum Arzt?

Bei Fieber über 39°C, bei sehr starken Schmerzen oder wenn die Schmerzen nach zwei Tagen nicht nachlassen.

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